Probstei: Inken Kuhn neue Vize-Amtsvorsteherin

Köhn/Schönberg. Die 20 Gemeinden in der Probstei müssen in diesem Jahr eine höhere Amtsumlage zahlen. Der Amtsausschuss beschloss den Haushalt 2017, der Investitionen von 101 000 Euro vorsieht. Zur stellvertretenden Amtsvorsteherin wurde – bei zehn Enthaltungen – Inken Kuhn (SPD) aus Laboe gewählt. Für die Stellvertretung des Amtsvorstehers hat üblicherweise die Gemeinde Laboe das Vorschlagsrecht. Als von dort zwei Vorschläge kamen, wurde die Sitzung des Amtsausschusses in Köhn zunächst unterbrochen. In geheimer Wahl erhielt die Laboer Gemeindevertreterin Inken Kuhn, die vor wenigen Wochen von den Grünen zur SPD gewechselt war, 16 Stimmen. Auf den Laboer Gemeindevertreter Carsten Leonhardt (LWG) entfielen fünf Stimmen, zehn Mitglieder des Amtsausschusses enthielten sich. Beschlossen wurde der Haushalt 2017, den Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier bereits in Schönberg erläutert hatte, als der Hauptausschuss darüber entscheiden sollte, aber nicht beschlussfähig war. Die Amtsumlage steigt um 156 900 auf 4,046 Millionen Euro. Das liegt unter anderem an den Kosten für die anstehenden Wahlen, einer höhere Umlage für den Tourismusverband Probstei und höheren Personalkosten durch die Tariferhöhung. Die Investitionen von 101 000 Euro unter anderem für ein Fahrzeug und für Ersatzbeschaffungen im Rathaus werden komplett aus der Rücklage finanziert. Amtsdirektor Sönke Körber berichtete, dass mit Stand vom 30. November 88 Flüchtlinge neu im Amtsbereich sind. Die Zahl der insgesamt für Flüchtlinge angemieteten Wohnungen in der Probstei ging auf 111 zurück. Noch im Januar soll nun das Haus der Integration II im Korshagener Redder bezogen werden. Zur Reaktivierung der Bahnstrecke Kiel-Schönberg wies Körber darauf hin, dass das Planfeststellungsverfahren erst im zweiten Halbjahr starten soll: „soll – denn eigentlich informiert uns keiner so richtig“. Das sei „ein bisschen schade“, meinte Körber. chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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