Schwimmhalle vor dem Aus

Das Ende der Meerwasserschwimmhalle Laboe scheint endgültig besiegelt: Für den Werkausschuss ist eine Sanierung oder ein Neubau keine Option.

Laboe. Eine Woche nach der Vorstellung des Gutachtens zur Schwimmhallenversorgung hat der Werkausschuss am Mittwochabend der Laboer Gemeindevertretung einen Beschluss empfohlen. Danach soll die Halle geschlossen und mit den Umlandgemeinden nach Alternativen gesucht werden. Wie berichtet, hatten die Gutachter der Laboer Meerwasserschwimmhalle bescheinigt, längst über ihre Lebenslaufzeit hinaus, stark sanierungsbedürftig und nicht mehr der Nachfrage entsprechend zu sein. Stattdessen könne aber eine neue Halle an anderem Standort mit Schwerpunkt auf dem Schul- und Vereinsschwimmen für die Region gebaut werden. Der mehrfach geänderte und ergänzte Antrag der SPD wurde im Ausschuss letztlich mit neun gegen zwei Stimmen (GAL und eine von der CDU) beschlossen. Er stellt fest, dass eine Sanierung oder ein Neubau für die Gemeinde keine Option ist. Die Halle soll zum 31. Oktober geschlossen werden – die Gemeindevertretung hatte vor einigen Monaten beschlossen, nach Ablauf der Bindungsfrist des Bürgerbegehrens für den Erhalt der Halle diese noch bis zu diesem Datum offen zu halten. Die Sauna ist bereits zum 1. April für die Schließung vorgesehen. Für das Personal wurde die Erarbeitung eines sozialverträglichen Konzepts vorgeschlagen. Die Umlandgemeinden sollen unverzüglich über die Ergebnisse des Gutachtens informiert werden. Mit ihnen sollen Alternativen, zum Beispiel ein Zweckverband, erörtert werden. Der Ausschussvorsitzende Marc Wenzel (GAL) hatte zuvor erklärt, er halte diesen Beschluss für „viel zu weitreichend“, weil noch keine Gespräche geführt wurden. Seiner Ansicht nach sollte die Halle nicht geschlossen werden, bevor Ergebnisse zum Zweckverband vorliegen. Dem folgte die Mehrheit jedoch ebenso wenig wie dem Vorschlag von Horst Etmanski (CDU), der die anderen Gemeinden „ersuchen“ wollte, innerhalb von drei Monaten Entscheidungen in ihren Gemeindevertretungen zu treffen. „Ich halte es nicht für klug, eine Frist zu setzen“, hatte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst dazu erklärt. Volkmar Heller (SPD) hatte zuvor betont, es solle zwar zügig mit den Umlandgemeinden verhandelt werden, doch davon unabhängig müsse die Halle geschlossen werden – es sei „verantwortungslos, wenn die Halle länger betrieben wird“.
Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

 

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