Zum Jahreswechsel wurde in der MWSH viel geboten

Wie schon im vergangenen Jahr wagen sich auch 2015 wieder Neujahrsbader in die kalte Ostsee. Unter ihnen auch viele Stammgäste. Foto Stoltenberg

 

Laboe (pst) Was, bitteschön, versteht man unter einem „Pink Plantscher“ oder einem „Blue Chloracao“? Die beiden alkoholfreien Cocktails gehörten zu den Getränken, die beim Candlelight-Event in der Meerwasserschwimmhalle (MWSH) besonders beliebt waren. Wieder einmal hatte sich PRO-Schwimmhalle zum Ausklang des Jahres etwas Besonderes einfallen lassen, um die Attraktivität der MWSH zu steigern. Einige Tage später nutzten dann wieder viele nackichte Weihnachtsbadewichtel die erfrischende Gelegenheit, beim Neujahrsbaden in die kalte Ostsee einzutauchen. 

Die Schwimmhalle war in romantisches Kerzenlicht getaucht. Viele Besucher des Candlelight-Events nutzten die Gelegenheit, um zwischen 19 und 22 Uhr die eine oder andere Runde im Becken zu drehen. Denn schließlich war die Halle vorher mehrere Wochen geschlossen. Dazu wurde sanfte Musik gespielt. Andere machten es sich auf einer der Liegen bequem, um den Anblick der beleuchteten Schiffe zu genießen. Apropos sanfte Musik: Die nutzte auch Zumba-Trainerin Mel zu ihrer entspannenden Wassergymnastik. Aber auch Live-Musik wurde geboten. Manon und Samuel waren eigens aus Hamburg angereist, um die Schwimmhallen-Besucher mit Klaviermusik und Gesang zu unterhalten. Auf der Empore wiederum hatten Besucher die Gelegenheit, sich mit einer „Hot-Stone-Massage“ über den Köpfen aller anderen entspannen zu lassen. Wer dann mit Gymnastik oder Schwimmen ordentlich in Bewegung gekommen war, konnte sich mit Wurstoder Käsespießen, alkoholfreien Getränken oder auch den oben genannten Cocktails stärken. Viele Besucher lobten das neue Angebot in der Meerwasserschwimmhalle. Nichts für Warmduscher war wiederum das traditionelle Neujahrsanbaden. Trotzdem lockte das fünf Grad kalte Ostseewasser wieder viele hartgesottene Schwimmer ins kalte Nass. Die hatten sich in der Sauna vorher ordentlich aufgeheizt und mussten erst im Nachhinein bezahlen. Denn wer sich wirklich, nur wie Gott ihn schuf, mit Wichtelmütze oder Badehose, in die Ostsee traute, musste am Ende nur die halbe Summe für die Sauna zahlen. Ein besonderer Härtetest für die mutigen Bader ist jedes Jahr wieder der lange Angang bis zum endgültigen Eintauchen. Danach konnte, wer wollte, einen heißen, alkoholfreien Glühwein genießen. Das Neujahrsanbaden in Laboe ist mittlerweile so beliebt, dass auch viele „Stamm-Anbader“ aus der weiteren Umgebung immer wieder gerne ins Ostseebad kommen, um den dick eingemummten Schaulustigen zu zeigen, wie erfrischend es im Winter sein kann, auch mal textilfrei unterwegs zu sein. Infos über die Angebote in der Meerwasserschwimmhalle gibt es unter: www.mwsh-laboe.de. 

 

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