Perfekte Küstenbilder

Kunst mit Kamera und Computer: Fotograf Mario Reinstadler aus Heikendorf zeigt im Freya-Frahm-Haus seine stimmungsvollen Bilder zum Thema "Westküste-Ostküste". Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Einen solchen Sonnenuntergang gibt es doch gar nicht! Doch, gibt es. Wenn man den richtigen Moment erwischt, die richtige Kamera und ein geschultes Auge hat, so wie Mario Reinstadler aus Heikendorf. Der Fotograf setzt Impressionen an Westküste und Ostküste gekonnt in Szene und greift auch zu technischen Hilfsmitteln, um den richtigen Eindruck zu vermitteln, räumt er ein. Zu sehen sind etwa 80 seiner Bilder ab Donnerstag, 9. März, 17 Uhr, im Freya-Frahm- Haus in Laboe. Tosende Brandung, scheinbar zum Greifen nah, das nächtliche Panorama der Kiellinie, Husum bei Nacht, Steilküste, die Pfahlbauten in St. Peter Ording – 30 000 Meeresfotografien finden sich im Fundus von Mario Reinstadler. Die schönsten davon verwandelt er mit Hilfe von Programmen in Bilder, die „möglichst nah an der Realität“ sind, wie der Fotograf erklärte. Dafür reiche es nicht, einfach auf den Auslöser zu drücken, sondern es bedürfe einer gewissen Verfremdung. So habe er ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn er beispielsweise an der Kiellinie stehe und sich vor ihm die Förde öffne, aber der Himmel noch grau sei. Dieses Bild vervollkommne er am PC, um schließlich das zu zeigen, was er in diesem Moment empfinde, beschreibt er den Entstehungsprozess seiner Werke. Die hängen in vielen Galerien, privaten und gewerblichen Sammlungen. Wichtig sei ihm dabei auch, den gesamten Prozess vom Auslösen der Kamera bis hin zum hochwertigen Pigmentdruck in der eigenen Hand zu haben, so Reindstadler weiter. Seit er im Alter von 23 Jahren die Faszination „Fotografie“ entdeckt habe, sei er mit der Kamera in der Natur unterwegs. „Es schärft die Sinne und öffnet die Augen für eine andere Sichtweise“, weiß der Fotograf. 1990 begann er ein Studium in Hamburg mit dem Schwerpunkt Fotodesign, arbeitete in Ateliers und für Agenturen. Asc 

Öffnungszeiten bis 26. März: dienstags bis freitags, 14 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags 12 bis 18 Uhr. 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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