Grüne Ideen fürs Neubaugebiet Krützkrog

Im Baugebiet Krützkrog (rechts) sollen Streuobstwiesen angelegt und Laubbäume gepflanzt werden. Foto: Thomas Christiansen

Eine Streuobstwiese und ein Staudenbeet sollen angelegt, einheimische Laubbäume angepflanzt, ein Teilbereich komplett sich selbst überlassen und ein Naturspielplatz eingerichtet werden. Das hat der Umweltausschuss einstimmig der Gemeindevertretung für das Laboer Neubaugebiet Krützkrog empfohlen. Bevor Andrea Harrje (Grüne) den umfangreichen gemeinsamen Antrag der beiden grünen Fraktionen zur Gestaltung und Pflege der Grünflächen in dem Baugebiet am Ortsausgang Richtung Brodersdorf erläuterte, stellte Jan Birk, Umweltamtsleiter in Preetz, anhand einiger Bebauungspläne vor, wie in Preetz Grün- und Knickpflege in Neubaugebieten geregelt wurden. Grundsätzlich empfahl er zur Anpflanzung Baumhasel und Feldahorn sowie Obstbäume und Streuobstwiesen. Mit der Aufstellung des B-Planes 42 biete sich der Gemeinde die Möglichkeit, Wohnraum für etwa 500 Neubürger zu schaffen, „der sowohl sozialen als auch ökologischen Aspekten gerecht wird“, heißt es in dem Antrag. Als Vorbild biete sich die Stadt Preetz an. Die Flächen sollten so gestaltet werden, dass „Freiraum für verschiedene soziale Freizeitmöglichkeiten entsteht“. Mit den Planungen sei es möglich, „zusammen mit dem Investor ein Musterbeispiel zu erarbeiten“, das künftigen Generationen eine „gelungene Zusammenführung der Bedürfnisse der Bauplanungen und der Natur“ aufzeige. „65 000 Quadratmeter gehen in unsere Verantwortung über“, betonte Michael Meggle (GAL). Diese öffentlichen Grünflächen könnten vom Bauhof mit dem vorhandenen Personal nicht gepflegt werden. Deshalb sehe der Antrag Streuobstwiesen und andere Flächen vor, die wenig Pflege benötigten. Die meisten Vorschläge wurden ohne Diskussion einstimmig beschlossen. Zum Naturspielplatz blieb allerdings nur die grundsätzliche Planung. Nachdem LWG und SPD angekündigt hatten, weder dem Rodelberg noch dem BMX-Parcours zuzustimmen, wurden die entsprechenden Sätze gestrichen. Der beantragte Trampelpfad um die äußere Bebauungslinie herum wurde mit Mehrheit abgelehnt. Auch für eine Hundeauslauffläche warb Andrea Harrje vergeblich. Sie wies auf den Leinenzwang in Laboe hin. Da es außer dem Hundestrand keine Auslauffläche gebe, sollte im Krützkrog noch eine geschaffen werden. Das wurde jedoch unter anderem mit Hinweis auf Erfahrungen aus anderen Gemeinden, wonach Hundehalter ihre Hunde überall frei laufen ließen, nur nicht in der Auslauffläche, abgelehnt. Keine Zustimmung erhielt auch eine Negativ-Liste mit Pflanzen, die auf privaten Grundstücken nicht gepflanzt werden sollten. Die Regelung zur Knickpflege wurde an den Bauausschuss überwiesen. chr  

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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