Land macht Weg frei für Strandreparatur

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ließ sich von Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst die Sturmschäden am Strand von Laboe zeigen. Foto Thomas Christiansen

 

LABOE. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat den Kommunen an der Ostsee am Montag bei einem Ortstermin in Laboe Hilfe bei der Reparatur der Sturmschäden an den Stränden versprochen. Während Laboe offenbar gute Chancen auf die Fördermittel hat, dürfte es für Stein und Schönberg etwas schwieriger werden. „Touristisch ist der Strand hier nicht mehr nutzbar“, meinte der Probsteier Amtsdirektor Sönke Körber im Bereich vor dem Laboer Ehrenmal. „Ja, das kann man gut sehen“, stimmte Meyer zu. Wie berichtet, sind bei dem Hochwasser in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar an dem Strand zwischen Schwimmhalle und Ehrenmal nach Berechnungen der Gemeinde etwa 10 000 Kubikmeter Sand vom Hochwasser weggerissen worden. Die Reparaturkosten werden auf bis zu 165 000 Euro geschätzt. Wo früher Sand lag, liegen jetzt die Steine blank. Der Landeshilfe nach den Sturmschäden vom Januar stehe jetzt nichts mehr im Wege, nachdem der Landtag am vergangenen Freitag dem Nachtragshaushalt zugestimmt hatte, erklärte Minister Meyer: „Damit haben wir jetzt die finanzielle Grundlage, um zu helfen.“ Insgesamt stehen für die Ostseeküste zwei Millionen Euro bereit. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Geld hinkommen“, sagte Meyer. Der Regel-Fördersatz werde jeweils bei 50 Prozent liegen, den Rest müssen die Gemeinden dann selbst finanzieren. Die notwendige Förderrichtlinie dazu werde bereits als Entwurf an die Gemeinden verschickt, um keine Zeit zu verlieren. „Wer schnell Anträge stellt, erhält auch schnell einen Bescheid“, betonte Meyer. Gefördert werden könnten auch Maßnahmen, die bereits gestartet wurden: „Wir wollen nicht den bestrafen, der schnell gehandelt hat.“ Gefördert werden vom Land sowohl Reparaturen an öffentlicher touristischer Infrastruktur wie auch an Ufersicherungen und nach „Strandausräumungen an touristisch relevanten Strandabschnitten“. „Wie hier“, ergänzte Meyer mit Blick auf den Strand in Laboe. Der Minister betonte, die Strandbereiche müssten nicht nur touristisch relevant sein, ihr Wiederaufbau werde auch nur dann gefördert, wenn dieser nachhaltig sei. Dort, wo der Sand jedes Jahr erneut weg sei, sei der Wiederaufbau nicht nachhaltig. Auf Nachfrage versicherte Meyer: „Wir wollen Schönberg helfen.“ Dort sei die Lage aber „weniger eindeutig“ als in Laboe, es werde dort „nicht ganz so einfach“. Er wolle mit der Gemeinde, die sich sehr frühzeitig wegen der Schäden gemeldet habe, noch ein Gespräch führen. Zu den Schäden in Stein wies Volker Petersen von dem für Küstenschutz zuständigen Umweltministerium darauf hin, dass Abbrüche an Steilküsten grundsätzlich normale Vorgänge im dynamischen System seien. Trotzdem sei auch die Sanierung des Wanderweges auf der Steilküste grundsätzlich förderfähig. Er müsse dann aber zurückverlegt und „nicht wieder an der Kante“ angelegt werden. Geprüft werden laut Meyer aber auch Schäden am Deckwerk sowie Uferabbrüche in Stein. Auch eine mögliche Unterspülung der Kreisstraße soll noch untersucht werden. Mit Laboes Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst hatte Meyer schon vor dem Strandbesuch gesprochen. Mordhorst zeigte sich danach sehr zufrieden: „Das ist sehr positiv, es wird etwas gemacht – man muss sehen, in welchem Umfang.“ Zunächst müsse die Gemeinde die notwendigen Eigenmittel für die Beseitigung der Sturmschäden beschließen. Nachdem sich in der vergangenen Woche der Werkausschuss damit beschäftigt hatte, soll nun die Gemeindevertretung am 5. April endgültig darüber entscheiden, damit dann ein Antrag beim Land gestellt werden könne. Von Thomas Christiansen

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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