Abstraktes, Feuriges und ozeanisches Farbenspiel

Elisabeth Holzhausen stellt ihre Bilder in Laboe aus - von Postkartengröße bis zum Großformat. Foto Thomas Christiansen

 

LABOE. Manche Bilder von Elisabeth Holzhausen sind abstrakt, andere durchaus gegenständlich – nur, was sie zeigen, das kann sehr unterschiedlich interpretiert werden. Eines ihrer Werke zeigt zum Beispiel „Tücher auf der Wäscheleine – wobei die Wäscheleine fehlt“, sagt Holzhausen, aber: „Man kann darin auch etwas ganz anderes sehen.“ Natur – Farbenspiel und Inspiration heißt ihre Ausstellung, zu deren Eröffnung der Förderverein Freya-Frahm- Haus für Freitag, 31. März, 19 Uhr, in das Haus in der Strandstraße 15 einlädt. Rund 50 eher groß- und 30 sehr kleinformatige Arbeiten sind in allen Räumen des Hauses zu sehen. Während im Erdgeschoss in den Bildern die Farben Blau und Grün dominieren, empfängt Elisabeth Holzhausen die Besucher im Obergeschoss so: „Hier sind wir in der abstrakten feurigen Welt.“ Und die ist vor allem rot.  „Ich möchte Freude, Kraft und Ermutigung zum Betrachter und in die Welt bringen. Ich möchte, dass der Betrachter so emotional abgeholt wird, dass er zu sich und zur Ruhe kommt“, sagt die im Jahr 1958 geborene, in Norddeutschland zwischen der Elbe und der Nordsee aufgewachsene und heute in Wedel lebende Malerin. Die gelernte Kinderkrankenschwester hat in Hamburg an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Gestaltung mit Schwerpunkt Illustration und im schottischen Edinburgh am College of Art Malerei studiert. Seit 1994 ist Elisabeth Holzhausen freischaffende Malerin und Illustratorin (vor allem von Kinderund Jugendbüchern), seit 2012 liegt ihr Schwerpunkt nun ganz auf der Malerei. Ihre Anregungen holt die Künstlerin sich vor allem immer wieder in der Natur, in der sie sehr gern und sehr viel unterwegs ist. „Es geht aber nicht um das, was ich sehe, sondern darum, wie ich es sehe“, betont Holzhausen. So würden ihr etwa bei einem Bild mit Seerosen ganz viele Leute sagen, das Bild hänge doch wohl falsch herum an der Wand. „Ich probiere gern verschiedene Sachen aus“, erzählt Elisabeth Holzhausen, die zum Beispiel auch mit Marmormehl arbeitet. Grundsätzlich hat sie vorher keine fertigen Bilder im Kopf, sondern lässt die Bilder erst beim Malen auf der Leinwand entstehen. Chr 

Geöffnet ist die Ausstellung im Freya-Frahm-Haus vom 1. bis zum 17. April jeweils freitags von 15 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 13 bis 18 Uhr sowie am Ostermontag von 13 bis 16 Uhr. 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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