Laboe nimmt Sturmschäden in Angriff

Sandaufschüttung in Laboe: Pünktlich zu Ostern dürften die großen Verluste an Strandsand vom Sturmhochwasser im Januar wieder ausgeglichen sein. Foto Ulf Dahl

 

LABOE. Die Strandschäden in Laboe sollen schnellstmöglich mit „minimalem Aufwand“ beseitigt werden. Dazu sollen bis zu 60 000 Euro bereitgestellt werden, die in einem Nachtragshaushalt 2017 eingepflegt werden. In der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde zudem beschlossen, einen Gutachter zu beauftragen, der eine „Nachhaltigkeit“ dieser Maßnahmen beziehungsweise Alternativen erläutern soll. Mehrheitlich (zwölf zu sieben Stimmen) beschlossen die Ortspolitiker die „Variante drei“. Demzufolge sollen 6000 Kubikmeter Sand auf den knapp zwei Kilometern Strand umverteilt werden. Denn Sand gebe es genug, nur sei er ungleich verteilt, hieß es. Nun soll die Menge von links und rechts der Schwimmhalle hin zu dem Bereich zwischen Kiosk Katzbek und Kiosk Birkenweg umgelagert werden. Vor allem gehe es um die Aufschüttung des freigelegten Deckwerkes. Dies mache nicht nur aus touristischen Gesichtspunkten Sinn, sondern habe auch einen Sicherheitsaspekt. Es bestehe die Gefahr, dass im Falle von Verletzungen entsprechende Ansprüche gegen die Gemeinde geltend gemacht würden, hieß es unter anderem dazu. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, im Herbst dieses Jahres einen Gutachter einzuladen, der über alternative Maßnahmen informieren soll, wie langfristig Sandverluste wie nach dem letzten großen Sturm verringert werden können. Außerdem wurde die Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) beauftragt, über den „Sonderfonds Sturmflutschäden Ostsee“ Zuschüsse für die Schadenbeseitigung zu beantragen. Klar ist: Auf eine Leistung aus dem Fonds bestehe kein Anspruch. Die Satzung über die veränderten Hafengebühren wurde (wie ausführlich berichtet) einstimmig verabschiedet. Neu ist, dass nun auch die nach den Vorgaben der Seeberufsgenossenschaft anerkannten Traditionsschiffe nur noch die Hälfte der Liegeplatzgebühren zahlen müssen. Zudem bietet die geänderte Satzung mehr Transparenz über die Zusammensetzung der Gebühren insgesamt. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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