"Das wird schöner als es je war"

Sandaufschüttung in Laboe: Pünktlich zu Ostern dürften die großen Verluste an Strandsand vom Sturmhochwasser im Januar wieder ausgeglichen sein. Foto Ulf Dahl

 

LABOE. Rechtzeitig zu Ostern sollen die Schäden durch das Sturmhochwasser am Strand von Laboe beseitigt sein. Wenige Tage nach dem Beschluss der Gemeindevertretung wird dieser bereits umgesetzt. Anders als in Schönberg muss dazu kein Schiff eingesetzt werden: Der Sand wird einfach umgelagert. In der Nacht vom 4. auf den 5. Januar war durch die Überschwemmungen viel Sand weggerissen worden. Zwischen dem Kiosk am Katzbek und dem Kiosk am Birkenweg wurde das Deckwerk freigespült. Ende März hatte sich Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Sturmschäden an der Ostseeküste auch in Laboe angeschaut und Landeshilfe in Aussicht gestellt. Am 5. April beschloss die Gemeindevertretung, dass die Schäden mit „minimalem Aufwand“ möglichst schnell beseitigt werden sollen. Dazu wurden bis zu 60 000 Euro im Nachtragshaushalt bereitgestellt. Mit zwölf zu sieben Stimmen entschieden sich die Gemeindevertreter für die von der Verwaltung erarbeitete Variante drei, der zufolge bis zu 6000 Kubikmeter Sand umverteilt werden. Sofort am nächsten Tag fuhr Martin Göttsch, Assistent der Werkleitung, mit den vorbereiteten Unterlagen zur Unteren Naturschutzbehörden des Kreises in Plön, bereits am Freitag lag die Genehmigung vor, am Montag begannen die Arbeiten. Ein Bagger nimmt seitdem einen Teil des zu beiden Seiten der Meerwasserschwimmhalle reichlich vorhandenen Sands auf, zwei Schlepper mit Muldenkipper transportieren ihn zu dem Bereich zwischen den beiden Kiosken. „Wir haben das große Glück, dass uns der Sand nicht abhanden kommt“, erklärt Martin Göttsch. Dank der seit Jahren immer wieder vom Leiter des Bauhofs, Hanno Göttsch, in den Wintermonaten aufgestellten Sandfänge ist reichlich Sand am Laboer Strand vorhanden – nur nicht immer da, wo er sein soll. „Das wird hier schöner als es je war“, meinte die stellvertretende Bürgermeisterin Wiebke Eschenlauer, die sich am Dienstag zusammen mit Martin Göttsch den raschen Fortschritt der Arbeiten anschaute. Göttsch geht davon aus, dass nach der Umverteilung von rund 5000 Kubikmeter Sand noch vor Ostern auch die Profilierungsarbeiten abgeschlossen werden können, der Sand also verteilt und das Deckwerk wieder abgedeckt wird. „Dann sind wir bereit für den nächsten Besucheransturm“, sagt Göttsch. Eschenlauer wies darauf hin, dass nach dieser Sofortmaßnahme geprüft werden soll, wie der Strand langfristig besser gesichert werden kann, eventuell durch die Anpflanzung von Strandhafer. Die Gemeindevertreter hatten einstimmig beschlossen, im Herbst einen Gutachter einzuladen, der über alternative Maßnahmen informieren soll, wie Sandverluste nachhaltig verringert werden können. Von Thomas Christiansen

Quelle: Kieler Nachrichten 

 

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