Handgemachtes faszinierte die Besucher

Dicht umlagert war die Werkbank von Günter Warneke aus Hude. Er verwandelt altes Tafelsilber in individuell gestalteten Schmuck. Urlauberin Sieglinde Knappmann (Mitte) aus der Nähe von Dortmund ist fasziniert und hat sich ein besonderes Stück ausgesucht.

Kunsthandwerk vor maritimer Kulisse – diese Mischung erfreut sich seit einigen Jahren im Ostseebad Laboe steigender Beliebtheit. In diesem Jahr hatte die Gemeinde in Regie von Christian Bohnemann mit „Handgemacht“ einen neuen Veranstalter verpflichtet, der neue und noch mehr Anbieter nach Laboe gebracht hatte, als in den Vorjahren. An drei Tagen hatten die Besucher nun rund um den Hafenvorplatz und quer durch den Rosengarten an rund 55 Ständen wirklich Handgemachtes zu bestaunen. „Handgemacht“ – der Name war Programm. Kunsthandwerker aus dem ganzen Bun- Rohling aus 33 Kilogramm schweren Propangasflaschen entstehen. „Das ist außergewöhnlich und gefällt uns sehr gut“, sagte Michael Huszak. „Fasziniert“ war Sieglinde Knappmann von dem ausgefallenen Schmuckdesign aus der Hand von Günter Warneke. Er hatte eine reiche Auswahl alten Tafelsilbers ausgebreitet, aus der sich die Besucher bedienen konnte, um sich vor Ort ein Schmuckstück ihrer Wahl anfertigen zu lassen. Er spannte den Löffel oder die Gabel in einen kleinen Schraubstock und bearbeitete ihn mit dem Hammer solange, bis der Ring oder der Armreif fertig waren. Zuschauen konnten die Besucher auch bei der Korbflechterin Helga Prommer aus Oberfranken. Sie verwendete Weiden unterschiedlicher Färbung und stellte mit scheinbarer Leichtigkeit Körbe, Pflanzenstecker und ähnliches her. „Vor allem die Kinder schauen gern zu, denn das Korbflechten sieht man nicht mehr so häufig“, sagte sie. Auch Perlenmacherin Jacqueline Herzog zeigte den Besuchern ihre Handwerkskunst. Sie erhitzte das Murano- Glas, wickelte es auf einen Metallstab und formte so ihre Unikate über der Flamme. „Sehr beliebt sind die hohlen Glasperlen mit Sand gefüllt“, berichtete sie. Christian Bohnemann vom Tourismusbetrieb war zufrieden mit der Veranstaltung. „Es ist ein durchgehender Lauf vom Hafen zum Rosengarten entstanden. Es war auch eine sehr gute Zusammenarbeit“, sagte der Veranstaltungsleiter. Von Astrid Schmidt Quelle: Kieler Nachrichten

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