Wenn ein Berater das (mit den) Steuern verlernt

Kita-Leiterin Gabriela Ludwig, Jan-Hendrik Koehler-Arp und alle, die das Team unterstützen, sind entsetzt über die "kriminelle Energie". Foto Stoltenberg

Laboe (pst)  Denn wem würden viele Menschen am ehesten vertrauen? Mögliche Antwort: „Dem Arzt, dem Pastor und dem Steuerberater.“ Gilt er doch gemeinhin als Puffer zwischen gebeuteltem Steuerzahler und dem nicht immer beliebten Finanzamt. Dieses Vertrauen zu ihrem Steuerberater sollte aber für das Deutsche Rote Kreuz im Ostseebad Laboe und viele andere Klienten des Steuerberaters fatale Folgen haben. Für die Laboer DRK-Kindertagesstätte ging es dabei alleine um einen sechsstelligen Betrag, um Existenzen der Mitarbeiter und das Wohl der Kinder. Noch galt die Unschuldsvermutung, aber aufgrund des Vorwurfs der Veruntreuung wurde der Steuerberater inhaftiert. Denn wohl auch, um sich einen recht hohen Lebensstandard finanzieren zu können, hatte der Berater mit dem Geld seiner Klienten wohl Dinge gemacht, die gar nicht so feierlich waren. Das ohnehin gebeutelte Team der DRK-Kindertagesstätte musste sich daraufhin auch noch Spott gefallen lassen. Sie hätten „naiv“ gehandelt. Völlig unbegründet. Denn das Deutsche Rote Kreuz hatte mit dem Steuerberater vorher über zehn Jahre lang die besten Erfahrungen gemacht. Aber das DRK dachte nicht daran, sich unterkriegen zu lassen. Mit Unterstützung der Bevölkerung und Laboer Betriebe startete das Team viele Verkaufs- und Sammelaktionen. Ende Januar will das DRK-Team über die Erfolge dieser Aktionen und über die weitere Vorgehensweise berichten. 

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