Neuer Anlauf zur Rettung der Schwimmhalle

Die Initiatoren Ulrich Arp (von links) und Klaus Röttgering sind die ersten, die sich bei Michael Meggle in die Unterschriftenliste für ein Bürgerbegehren eintragen

Laboe. Die Gemeinde Laboe hat, wie berichtet, beschlossen, die Schwimmhalle ab dem 1. November zu schließen. Dagegen wollen sich Laboer Bürger erneut zur Wehr setzen. Auf Initiative von Klaus Röttgering und Ulrich Arp startet zum zweiten Mal ein Bürgerbegehren. Gebraucht werden 500 Unterschriften, um aus dem Bürgerbegehren dann einen Bürgerentscheid zu machen. Die Listen liegen ab Donnerstag an vielen Stellen in Laboe aus. Für die Zulassung des Bürgerbegehrens müssten 500 Unterstützer aus Laboe erklären, dass sie die Aufhebung der Entscheidung der Gemeindevertreter zur Schließung wünschen, erläuterte Klaus Röttgering. Ziel sei es, die Schwimmhalle nicht zu schließen, sondern „die Gemeinde in Zugzwang zu setzen und die Gründung eines Zweckverbandes voranzutreiben“. „Wir wollen, dass die Bürger ernst genommen werden“, meinte er. Trotz des eindeutigen Votums vor zwei Jahren (60 Prozent derer, die sich am Abstimmungsverfahren beteiligt hatten, sprachen sich für den Erhalt der Schwimmhalle aus) habe die Gemeinde nichts getan, um den Willen der Bürger umzusetzen. „Im Gegenteil. Das Angebot wurde weiter zurückgefahren, die Öffnungszeiten verkürzt und die Betriebsbedingungen verschlechtert“, beklagt Röttgering. Erst im letzten halben Jahr sei das Gutachten in Auftrag gegeben worden, durch das sich die Schwimmhallenbefürworter in ihrem Handeln bestärkt sehen. Denn dort sprechen auch die Gutachter von einer „einzigartigen Lage“. „Natürlich müsste die Halle saniert und das Angebot erweitert werden, aber dann hätte sie einen Mehrwert“, sind die Schwimmhallen-Fürsprecher sicher. Für sie seien noch zu viele Fragen ungeklärt, als dass eine endgültige Entscheidung über das Aus der Halle getroffen werden sollte. Sie knüpfen ihre Hoffnung an einen Zweckverband, der auch von den Gutachtern als mögliche Betriebsform favorisiert worden war. Außerdem sollten alle Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU ermittelt werden. Auch die „Weiterführung von Gesprächen für ein regionales Bäderkonzept“ sei notwendig, meinte Röttgering. Er und seine Mitstreiter zeigten sich guten Mutes, dass sie die erforderliche Anzahl der Unterschriften zusammenbekommen. Die würden dann von der Kommunalaufsicht geprüft, und danach würde es den zweiten Bürgerentscheid geben. „Wenn die Laboer dagegen stimmen, ist es auch ein klares Ergebnis. Aber dann haben die Bürger das entschieden“, sagte Ulrich Arp. Die Unterschriftenlisten liegen in vielen Laboer Geschäften, Praxen und Apotheken aus. Außerdem gibt es donnerstags einen Stand der Hallenbad-Aktivisten auf dem Wochenmarkt. Angestrebt wird die Abstimmung im Bürgerentscheid mit der Bundestagswahl am 24. September. Asc

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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