Strand-Container für Laboes „Seeräuber“ ist klar zum Entern

Kita-Leiterin Ines Plagmann und DRK-Ortsvorsitzender Jan-Hendrik Köhler-Arp hatten die Bauleitung beim Containerbau für die DRK-Strandgruppe. Damit kann auch der Startschuss zum Umbau im Hauptgebäude fallen.

Laboe. Nach zwei Jahren Planungszeit kann endlich der Startschuss zum Umbau des DRK-Kindergartens im Bauernvogtredder fallen. Die inhaltliche Voraussetzung dafür ist mit dem Bau des Containers am Strand geschaffen. Dort können die „Seeräuber“ zum 1. August Einzug halten. Das DRK kann nach dem Umbau im Hauptgebäude eine Kapazität von insgesamt bis zu 140 Plätzen vorhalten. Der DRK-Ortsvorstand wolle dann seinen Arbeitsschwerpunkt von der Kita wieder auf das Vereinsleben verlagern, kündigte Vorsitzender Jan-Hendrik Köhler-Arp an. Eigentlich wollte das DRK mit dem Umbau seiner Kita schon weiter fortgeschritten sein. Das Konzept für eine weitere Krippengruppe stand und war von der Gemeindevertretung beschlossen. Doch der Bau verzögerte sich, weil es an einer Voraussetzung haperte: dem Strand-Container. Der vorhandene des DRK-Stranddienstes konnte wider Erwarten nicht einfach umgebaut werden. „Er war so marode, so dass wir einen neuen brauchten. Der wird benötigt, um während der Bauzeit die Kinder unterzubringen“, erklärte Köhler-Arp. Nun wurde eine Baugenehmigung notwendig, bevor er den neuen Container bestellte, der eine Lieferzeit von acht Wochen hatte. „So gingen die Monate ins Land“, beschrieb Köhler-Arp den langen Weg. Gemeinsam mit der neuen Kita-Leitung Ines Plagmann übernahm er im Frühjahr die Bauleitung, und schließlich kann nun endlich Einweihung gefeiert werden. Allerdings habe sich während des Planungsprozesses herausgestellt, dass nicht ausschließlich Plätze im U3-Bereich geschaffen werden müssten. Stattdessen sei mehr Flexibilität erforderlich, erklärte Köhler-Arp. Die Lösung könnte in einer sogenannten Familiengruppe liegen, in der Kinder von null bis sechs Jahre gemeinsam betreut werden. Zudem gebe es Auflagen der Heimaufsicht, die mit dem Umbau nun auch umgesetzt werden sollen. Beispielsweise müsse im Krippenbereich jede Gruppe ihren eigenen Schlafraum haben, nannte Ines Plagmann ein Beispiel. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 130 000 Euro, gefördert von Bund, Land und Kreis. Weitere 70 000 Euro trägt der Ortsverein für den Container am Strand. Er hoffe nun, dass die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwoch, 15. Juni, 19 Uhr, dem geändertem Konzept zustimmen, so Köhler-Arp. Mit dieser Umstrukturierung sei die Kita inhaltlich, baulich und organisatorisch so aufgestellt, dass sich der Vorstand, „auch dank der neuen Leiterin“ ganz aus dem operativen Prozess heraushalten und sich wieder auf die Stärkung des Vereinslebens konzentrieren könne, meinte Köhler Arp. Konkrete Projekte sind unter anderem eine neue Veranstaltungsreihe „Laboe liest“ und der Aufbau einer neuen Erste-Hilfe-Gruppe am Strand.
Quelle: Kieler Nachrichten

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