Bodenhaftung contra Kekskunst?

Der Rahmen für den künftigen Bürgertreffpunkt wurde geschaffen. Für das Freya-Frahm-Haus muss allerdings ein ebenso kreatives wie einträgliches Konzept gefunden werden. Foto Stoltenberg

Laboe (pst) Denn im künftigen Bürgertreffpunkt tut sich einiges – zumindest in handwerklicher Hinsicht. Denn das derzeitige, noch sehr experimentell künstlerische „Konzept“ lässt bisweilen einige Bodenhaftung vermissen. Und die steht stellvertretend für publikumswirksame Aktionen, die sich auch in barer Münze für die Gemeinde auszahlen. Zumindest in Ansätzen hat der Förderverein seine Hausaufgaben gemacht. Denn Ausstellung und Verkauf historischer Ansichtskarten und der Bücherflohmarkt waren schon mal goldrichtige Ideen. Denen gegenüber standen bisweilen gewöhnungsbedürftige Basis-Exponate von Studenten der Muthesius-Kunsthochschule mit einem zerlegten Klassiker von Mark Twain, übereinander geklebten DIN A 4-Blättern, der Kekskunst und einem Zwillingsloch, das im Dialog zu einem echten Wandschaden entstand. Der Förderverein beklagte gemeindliche Ignoranz, die Gemeinde irgendwie das Gleiche – nur umgekehrt. Dabei könnte man am runden Tisch einfach nur einträgliche und trotzdem kreative Konzepte entwickeln. Möglich wären Ausstellungen lokaler oder regionaler Maler, Fotografen oder Bildhauer mit Verkauf der Werke. Nicht ganz zu unterschätzen ist auch, dass mit Kaffee und Kuchen, Bierchen oder Würstchen für das „leibliche Wohl“ gesorgt ist. Denn Kunst auf leeren Magen ist auch für manche Nicht-Laboer auf leeren Magen nicht leicht zu verdauen. Aber jetzt wurde erstmal der Rahmen geschaffen – mit neuem Anstrich, ebensolchen Fenstern und diversen anderen handwerklichen „Eingriffen“. Die Chance ist groß, dass das Frahm-Haus bereits im anbrechenden neuen Jahr nicht mehr so eine Art „kleine Schwester der MWSH“ sein wird. 

Zurück