Skatepark bekommt besondere Form

Im Rosengarten am Laboer Hafen soll ein Skatepark in Form eines Skateboats gebaut werden, für den ein Förderantrag bei der Aktivregion Ostseeküste gestellt wird. Diesem GAL-Antrag (Grüne Aktive Laboe) stimmte die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mit 14 zu fünf Stimmen zu. Am Abend zuvor hatte sich der Arbeitskreis der Aktivregion in Lütjenburg mit dem Skateboat beschäftigt. Regionalmanagerin Melanie Prigge teilte in der Gemeindevertretung mit, dass das Projekt einstimmig der Mitgliederversammlung der Aktivregion empfohlen wurde. Der Abstimmung der Gemeindevertreter zum Skateboat ging eine längere Phase der Verwirrung voraus. Die CDU, die vergeblich eine Splittung des Tagesordnungspunktes beantragt hatte, bekräftigte ihre Ablehnung des Standortes. „Aber der Rosengarten ist ja beschlossen“, meinte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst. Amtsdirektor Sönke Körber, der auch Vorsitzender der Aktivregion ist, wies darauf hin, dass es bislang nur einen Beschluss im Ausschuss gab: „Ich will als Aktivregion-Vorsitzender, dass der Projektträger das Projekt auch will.“ Dazu müsse die Gemeindevertretung beschließen – was sie dann letztlich auch tat. Weil erst jetzt der Förderantrag gestellt werden kann, rechnet Körber nicht mehr mit einem Baubeginn in diesem Jahr. Der Jahresrechnung 2016 für die gemeindlichen Finanzen wurde bei drei Gegenstimmen der Wählergemeinschaft LWG zugestimmt. Mordhorst sprach von einem „guten Abschluss“, der auch höheren Steuereinnahmen zu verdanken sei. Dieter Rauschenbach (SPD) hatte zuvor den hohen Schuldenstand der Gemeinde beklagt: „So kann es auf keinen Fall weitergehen.“ Anschließend wurde dem Nachtragshaushalt 2017, der Mehrausgaben von 429 000 Euro für Grunderwerb vorsieht, von allen zugestimmt. Ebenfalls einstimmig wurden die Beschlüsse der Ausschüsse zur Verlängerung der Schulsozialarbeit und zur Schulischen Assistenz sowie zur Aufhebung der Sperrvermerke für Treibsellager- und Kompostplatz bestätigt. Längere Diskussionen gab es um einen Antrag der LWG zur Schaffung von Wohnraum. Am Ende wurde die Verwaltung einstimmig gebeten, der Gemeinde aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sie zur Schaffung günstigen Wohnraums hat. Der Antrag der LWG, die Personalunion von Werkleitung und Bürgermeisteramt wieder aufzuheben, war zu Beginn der Sitzung auf Antrag der SPD mit elf zu fünf Stimmen bei drei Enthaltungen von der Tagesordnung genommen worden. Es bestehe „einfach noch zu großer Beratungsbedarf“, sagte Inken Kuhn (SPD). Der LWG-Fraktionsvorsitzende Carsten Leonhardt zeigte dafür keinerlei Verständnis: „Der Antrag liegt den Fraktionen seit über zwei Wochen vor.“   

Quelle Kieler Nachrichten

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