Schwimmhalle Laboe: Zweites Bürgerbegehren nimmt Fahrt auf

Mindestens 430 Unterschriften von Laboer Wahlberechtigten sind notwendig, um den Bürgerentscheid zu erreichen. Ziel ist der Weiterbetrieb der Schwimmhalle.

Laboe. Die Initiatoren des zweiten Bürgerbegehrens gegen die Schließung der Laboer Schwimmhalle sind begeistert: „Über 1000 Stimmen haben wir nach nur drei Wochen für die Schwimmhalle Laboe gesammelt. Das ist eine sagenhafte Unterstützung für das Bürgerbegehren gegen die voreilige Schließung“, teilten Klaus Röttgering und Uli Arp jetzt mit. Mindestens notwendig für ein erfolgreiches Bürgerbegehren in Laboe sind 430 gültige Unterschriften. „Dieser Erfolg wurde möglich durch den unermüdlichen Einsatz der 40 Helfer und vor allem durch die Bürger, die mit dem Aussitzen und der Untätigkeit der Entscheidungsträger und dem nicht nachvollziehbaren Schließungsbeschluss zum November nicht einverstanden sind“, heißt es weiter. „Die Stadt Kiel macht es uns doch vor, indem sie mit der Schließung des Hallenbades in Gaarden abwartet, bis der neue Standort an der Hörn fertiggestellt wird. Warum also nicht auch in Laboe erst einmal ein Konzept erarbeiten und dann die Weichen stellen“, erläuterte Uli Arp seine Motivation als Vertretungsberechtigter des Bürgerbegehrens. „Warum sich die Laboer Gemeindevertreter so gegen die Finanzierung einer Schwimmhalle durch eine Übernachtungsabgabe in unserer Region mit über 1 Million Übernachtungen stellen“, ist für Klaus Röttgering, Mitinitiator des Bürgerbegehrens, nicht nachvollziehbar. „Der Nutzen für Laboe und die gesamte Region ist immens hoch und die Kosten verteilen sich durch einen Zweckverband auf viele Schultern.“ Die GAL-Fraktion der Gemeindevertretung in Laboe begrüße das Bürgerbegehren, teilten Julia Hansen und Martin Opp mit. Nach zweieinhalb Jahren ohne konkrete Maßnahmen zur Förderung der Schwimmhalle durch die Gemeinde zeige die große Anzahl Unterschriften, dass sich viele Menschen in Laboe ein anderes Vorgehen wünschen und wie wichtig ihnen die Schwimmhalle sei, hieß es. Wie geht es nun weiter? Die Listen mit den Unterschriften werden nun im Amt Probstei geprüft. Nach einer Zulässigkeitserklärung durch die Kommunalaufsichtsbehörde müsse der Bürgerentscheid binnen drei Monaten durchgeführt werden, sagte Amtsdirektor Sönke Körber auf Nachfrage. Von den Initiatoren wird die Bundestagswahl im September als Termin für den Bürgerentscheid angestrebt. „Der konkrete Termin wird durch die Gemeindevertretung festgelegt“, betonte Körber. Zur Erinnerung: Beim Bürgerbegehren 2014 hatten die Initiatoren 828 gültige Unterschriften vorgelegt, um den Bürgerentscheid zu erreichen. Beteiligt daran hatten sich dann 57,66 Prozent der wahlberechtigten Laboer, davon hatten sich 60 Prozent für den Erhalt der Schwimmhalle ausgesprochen.

Quelle: Kieler Nachrichten

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