Asylsuchende: Runder Tisch soll Wohn- und Wohlfühlkonzept erarbeiten

Suchen noch viele Laboer, die sich in irgendeiner Weise um Flüchtlinge und Asylsuchende kümmern wollen (von links): Wilhelm Kuhn, Wiebke Eschenlauer und Volkmar Heller

 

Laboe (pst). Um bei der Aufnahme und Integration nicht plötzlich vor großen Problemen zu stehen, sollen sich jetzt alle Laboer mit Verwaltung, Verbänden und Vereinen Gedanken über Möglichkeiten machen, die Neu-Laboer in Empfang zu nehmen und ihnen den Alltag zu erleichtern. Zur gemeinsamen Ideenfindung wird am Donnerstag, 15. Januar, in der Cafeteria der Grundschule ein Runder Tisch veranstaltet. Beginn ist um 19 Uhr. Im November wurde im BSKS-Ausschuss ein entsprechender Beschluss gefasst. Um den in die Tat umzusetzen, haben sich Volkmar Heller, Wiebke Eschenlauer und Wilhelm Kuhn als Organisatoren zusammen getan und bereits im Vorfeld Ideen gesammelt. Im Vordergrund steht dabei die Unterbringung der Flüchtlinge. Denn die können quasi jeden Tag „auf der Schwelle“ stehen, um im Ostseebad untergebracht zu werden. Und darauf will man in den unterschiedlichsten Bereichen vorbereitet sein. Was Manche noch nicht wissen: In Laboe leben bereits 16 Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Krisengebieten, manche schon seit zwei Jahren. Wobei sich die Zahl der unterzubringenden Asylsucher jeweils nach der Einwohnerzahl der entsprechenden Gemeinde richtet. Wilhelm Kuhn: „Das Amt ist sehr rührig, es gibt spezielle Ansprechpartner.“ Aber das Amt ist auf die Zusammenarbeit mit Bürgern, Vereinen und Verbänden angewiesen, um bestmögliche Hilfestellung zu leisten. Denn es geht darum, Angebote für Sprachunterricht zu finden, Freizeitaktivitäten speziell für Kinder und Jugendliche zu organisieren, Kümmerer zu finden, die Anleitungen im Alltag geben. Wichtig ist auch, nach dem Wohnraum auch entsprechende Möbel zu finden. Aber schon ganz alltägliche Begleitgänge, etwa zum Arzt oder zum Einkaufen, können den Menschen, die oftmals traumatisiert aus ihrer Heimat kommen, durch Begleitung wesentlich erleichtert werden. Außerdem kann nach bereits bestehenden Gesprächsrunden oder anderen Aktivitäten gesucht werden, die ihnen das Leben erleichtern. Und hier kann jeder Laboer helfen. Mit dem Runden Tisch kann jetzt ein Anfang gemacht werden. Aber schon jetzt haben sich bei Wilhelm Kuhn rund 20 Laboer gemeldet, die sich auf unterschiedlichste Weise kümmern wollen. Auch jene Laboer, die etwa Arabisch oder Türkisch sprechen, würden eine wichtige Hilfe sein. Aber erst einmal wird zum Runden Tisch geladen. Wer keine Zeit hat, kann sich per E-Mail bei Kuhn melden, Kuhn.Laboe@t-online.de.

 

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