Was hat Graf Dracula mit dem Kürbis zu tun?

Gruselige Halloween-Feier des Jugendzentrums und des Vereins Ole ShippnLaboe (pst) Ausnahmsweise hatte es Graf Dracula nicht auf Blut, sondern auf seinen Lieblingsschokoriegel abgesehen. Genau wie das Skelett mit „RIP“ (Requiescat in Pace, Ruhe in Frieden) auf der Stirn. Und ganz anders als im Horrorstreifen war das Monster aus Scream nicht gekommen, um einen Teil der Menschheit, sondern gleich zwei seiner „Lieblingsnaschis“ zu vernichten. Und auch diverse andere sehr lebendige „Untote“ trieben an Halloween auch in Laboe ihr Unwesen.

 

Eingeladen zum „Süßes, sonst gibt’s Saures“- Event hatte das Jugendzentrum Laboe in Zusammenarbeit mit Ole Schippn. Einen monstermäßigen Gruselspaß bereitete Halloween auch in diesem Jahr wieder den großen und kleinen kostümierten Schreckgespenstern in der Probstei. So auch den Laboer kleinen und größeren Monstern, die ins Vereinsheim von „Ole Schippn“ gekommen waren, um sich von Susanne Biermann und ihren Helfern für den späteren „Naschi“-Beutezug „verschönern“ zu lassen. Aber die Eltern mussten diesmal draußen bleiben. Denn welches rechtschaffene Gespenst, das etwas von sich hält, lässt sich beim einträglichen Spuken schon auf die knochigen Finger schauen?

 

Im Vereinsheim wärmte sich die schaurige Schar noch mit heißen Rhythmen und gemeinsamen Spielen auf, bevor es ans traditionelle Klinkenputzen ging. Schon seit mehreren Jahren lädt das Jugendzentrum Laboer Kinder zur Halloweenparty. Wer allerdings meint, dass Halloween „irgend so ein heidnischer Quatsch“ aus den USA ist, liegt nicht ganz richtig. Denn die Ursprünge gehen auf das alte katholische Irland zurück. „All Hallows Eve“ bezeichnete den Abend vor Allerheiligen. Im Laufe der Zeit wurden die Tage, in denen der „armen Seelen im Fegefeuer“ gedacht wurde, mit volkstümlichen Bräuchen vermischt. Und da ja bekanntlich nicht die angenehmsten Zeitgenossen im Fegefeuer landen, sind es auch heute nicht unbedingt engelsgleiche Wesen, die auf Naschi- Beutetour gehen. Die Amerikaner haben Halloween auch nicht erfunden, denn die irischen Einwanderer brachten ihre alten Bräuche mit in die neue Heimat. Später schwappte der gemeinsame Spaß am Gruseln nach Europa. In den 90er Jahren wurde Halloween zum gespenstischen Trend. Eine eher fade Riesenbeere wie der Kürbis wurde zuerst zum Bastelrenner und landete dann angesichts überall herumgeisternder Fernsehstarköche auch vornehmlich als Suppe in aller Munde. Kein Wunder, dass ausgesprochene Kürbis-Anbaugebiete wie Steiermark oder Spreewald Werbung für „Halloween“ machten. Nur so ist auch zu erklären, dass Nicht-Vegetarier Graf Dracula und der Kürbis eigentlich gar nichts, aber dank der Werbung irgendwie doch etwas miteinander zu tun haben.

 

Quelle: Probsteier Herold

Zurück