Laboe sucht einen Bürgermeister

Die Sonnenseite der Kieler Förde: Insgesamt 5.000 Einwohner hat Laboe. Jetzt wird wieder ein hauptamtlicher Bürgermeister gesucht. Foto: Ulf Dahl

 

LABOE. Es ist beschlossene Sache: Im nächsten Jahr soll die Gemeinde Ostseebad Laboe wieder einen neuen hauptamtlichen Bürgermeister erhalten. Dafür setzte sich der jetzt amtierende ehrenamtliche Kommunalchef Marc Wenzel bereits im Wahlkampf seiner Partei (Bündnis 90/Die Grünen) ein. Und diesen Weg setzt er nun auch konsequent fort. Mehrheitlich beschlossen nun die Ortspolitiker, 10 000 Euro bereitzustellen, damit Bewerber für dieses Amt landesweit gesucht werden können. Der Bürgermeister wurde autorisiert, einen Bekanntmachungstext in Abstimmung mit der Amtsverwaltung auch in überregionalen Medien zu veröffentlichen. „Es freut mich, dass sich am Ende die Grünen, die LWG und die CDU dafür aussprachen“, sagte Bürgermeister Marc Wenzel auf Nachfrage. Denn zuvor war strittig, auf welche Weise die Gemeinde Laboe die Informationen, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister gesucht wird, verbreiten solle. Denn, wie Amtsdirektor Sönke Körber im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, sei die Verbreitung der Suche nach einem Kandidaten keine Stellenanzeige im eigentlichen Sinne. Denn: „Die Parteien haben das Vorschlagsrecht für einen Kandidaten“, so Körber. Jeder, der also an dieser Aufgabe interessiert ist, kann sich an die einzelnen Parteien wenden und sich dort vorstellen. Die Parteien könnten auch einen gemeinsamen Kandidaten suchen, wie die Gemeinde Schönberg es formuliert hatte. Die Grünen hatten in ihrem Antrag darauf gedrängt, die Suche nach einem geeigneten Kandidaten nicht nur im amtlichen Mitteilungsblatt, sondern in überregionalen Zeitungen zu veröffentlichen. „Dieses Amt hat für die Entwicklung der Gemeinde Laboe eine herausragende Bedeutung“, hieß es in der Begründung. Dagegen sprachen sich die SPDVertreter aus. Die SPD hatte sich von Anbeginn gegen die Rückkehr vom Ehrenamt zum Hauptamt ausgesprochen. Die Sozialdemokraten sehen nun die Parteien und nicht die Gemeinde in der Pflicht, einen geeigneten Kandidaten zu suchen und sprachen sich deshalb gegen die Bereitstellung der Mittel aus. „Wir sind gegen eine solche Ausschreibung und gehen den anderen Weg. Wir haben eine Findungskommission gebildet, die nun über das sozialdemokratische Netzwerk nach einem geeigneten Bewerber sucht. Dieser Kandidat wird den Mitgliedern vorgestellt, die ihn dann wählen“, erklärte Inken Kuhn (SPD). Noch bis zum 15. Dezember läuft die Bewerbungsfrist bei den Parteien. Die Wahl des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters in Laboe ist für den 17. März geplant, eine eventuelle Stichwahl für den 31. März terminiert. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten 

 

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