Mehr Schutz vor Sonne und Möwen

Dieser Rastplatz an der Laboer Promenade steht Gästen zur Verfügung. Dort will die Gemeinde Sonnenschirme aufstellen. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Am Hafenpavillon an der Laboer Promenade hatte die Gemeinde im Zuge der Neugestaltung des gesamten Hafenumfeldes einen Sitzbereich eingerichtet. Der sollte, ganz bewusst unabhängig von Gastronomie, den Besuchern einen Rastplatz zum Verweilen, Picknick, Klönen und Verzehren von Speisen bieten. Tische und Bänke sollen nun auf Antrag der Grünen-Fraktion der Gemeinde Ostseebad Laboe zur nächsten Saison mit Sonnenschirmen beschattet werden. Die CDU regte an, zusätzlich Bäume zu pflanzen. Dafür sprach sich der Werkausschuss in seiner Sitzung mehrheitlich aus. Früher, so erinnerte Ausschussvorsitzender Michael Meggle, standen dort, wo nun der sogenannte Verzehrbereich eingerichtet ist, „große, schöne Bäume“. Die hatten im Zuge der Neugestaltung des gesamten Hafenumfeldes weichen müssen. Für die Ausführung zeichnete letztlich Architekt Arne Siller verantwortlich. Ein Antrag, dort Schirme aufzustellen, war in früherer Sitzung mit dem Verweis auf die Rechte des Architekten an seiner Arbeit und die seinerzeit viel betonten Sichtachsen abgelehnt worden. Welchen Anspruch der Architekt nun wirklich erhebt, hatte Meggle recherchiert. Er teilte am Ende mit, dass Siller keine Bedenken dagegen habe, wenn zwei Sonnenschirme aufgestellt werden. Martin Opp (Grünen- Fraktion) betonte mit Blick auf den vergangenen langen und heißen Sommer die Notwendigkeit einer Beschattung der Sitzplätze. Zudem böten die Schirme gleichzeitig Schutz vor Möwen. Er wies darauf hin, dass zwei neue große Sonnenschirme auf dem Bauhof vorhanden seien. Das Auf- und Abstellen sei Gemeindesache, da die Fläche der Gemeinde gehöre, erklärte Opp auf den Hinweis der CDU, die Gastronomie sollte dazu in die Pflicht genommen werden. Helge Cornehl (SPD) hatte Sorge, diese Maßnahme binde zusätzliche Personalkapazität. „Der Bauhof ist ohnehin schon an seiner Leistungsgrenze.“ Dazu sagte Bürgermeister Marc Wenzel (Grüne): „Wenn wir hier den Beschluss fassen, Schirme aufzustellen, werde ich dafür sorgen, dass das Auf- und Abbauen geregelt ist.“ Nach langer Diskussion um Fundamente, Sturmsicherheit und Haftung schlug die CDUFraktion vor, Bäume zu pflanzen, die dann Schatten spenden sollen. Beide Maßnahmen fanden eine Mehrheit. Blumenkübel, wie ursprünglich vorgesehen, sollen mit Blick auf den Pflegeaufwand nicht aufgestellt werden. Auf Anregung der LWG wird außerdem eine Reihe der Bänke entfernt, um Rollstuhlfahrern besser die Möglichkeit zu geben, dort zu verweilen und am Tisch etwas zu verzehren. Von Astrid Schmidt 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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