Floating Homes sollen Lücken schließen

So ähnlich könnte es aussehen, wenn im Bereich des Jachthafens Baltic Bay in Laboe die "Floating Homes" gebaut werden können. Seit einiger Zeit liegen dort bereits ohne baurechtliche Basis einige solcher schwimmenden Ferienhäuser

Laboe. Die Gemeinde Laboe befasst sich derzeit mit einem neuen touristischen Angebot und einem entsprechenden Bebauungsplan im Bereich des Jachthafens Baltic Bay. Dort möchte ein Investor schwimmende Ferienhäuser bauen. Sechs solcher sogenannten Floating Homes sollen entstehen. Auch in Plön sind Urlaubsdomizile auf dem Wasser, wie berichtet, im Gespräch. Wie Planer Joachim Heisel erläuterte, sei eine Durchmischung von Ferienhäusern und Booten vorgesehen. Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich grundsätzlich für dieses Projekt aus. Details wie Zufahrten für die Be- und Entladung sowie die Abwasserentsorgung und Stellplätze sollen nun geklärt werden. Die Gemeindevertreter in Laboe hatten sich bereits in der vergangenen Wahlperiode mit dem Thema befasst. Nun stellte Planer Joachim Heisel den Mitgliedern des Bauausschusses die vorläufige Planung vor. Er betonte gleich vorweg, dass die Floating Homes baurechtlich keine Schiffe seien, sondern Gebäude, und dementsprechend sei auch ein Bebauungsplan mit allen seinen gesetzlich vorgeschriebenen Schritten notwendig. Hintergrund sei, dass im Jachthafen nicht mehr alle Liegeplätze ausgelastet werden können, so der Planer. Wichtig sei es den Investoren, eine Durchmischung von Booten und Häusern zu erreichen. „So bleiben auch die Blickbeziehungen innerhalb des Hafens erhalten“, so Heisel. Aber auch an die künftigen Nutzer sei dabei gedacht. Denn das touristische Ziel sei es, den Gästen das ureigene Hafenflair zu bieten bei gleichzeitigem Komfort eines Hauses, erläuterte der Planer weiter. Die Floating Homes werden eingeschossig auf einer Holzkonstruktion von 14 mal sieben Metern errichtet, beschrieb der Planer die Ausführung. Auf die Frage nach den entsprechenden Ver- und Entsorgungsanlagen erklärte Heisel, der Ponton sei ein Hohlkörper, in dem alle Anschlüsse installiert seien. Das Schmutzwasser werde mittels Pumpen in das Leitungssystem entsorgt, ein entsprechender Übergabepunkt vom öffentlichen zum privaten System müsse noch geklärt werden, sagte Heisel auf Anfragen aus den Fraktionen. Auch das Thema Stellplätze wurde von den Ausschussmitgliedern kritisch hinterfragt. Es müsse darauf geachtet werden, dass 0es nicht zu Konflikten zwischen Seglern, Daueranliegern und Feriengästen komme, betonte Michael Meggle (Grüne). Geklärt werden müsse auch die Zuwegung vom öffentlichen Bereich auf das Privatgelände des Jachthafens Baltic Bay, sagte Annette Kleinfeldt (LWG). Auf die Frage nach dem Zeitplan sagte Heisel, wünschenswert sei eine Fertigstellung zum Frühjahr 2020. „Bauen geht schnell. Was viel Zeit braucht, ist die Planung.“ Bürgermeister Marc Wenzel betonte, es gehe zunächst um das grundsätzliche Ja der Politik zu diesem Projekt. „Dann kann der Planer nun auch zügig alle Hinweise und Kritikpunkte planerisch umsetzen“, so Wenzel.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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