Inken Kuhn ist schon im Rennen

Bürgermeisterwahl in Laboe: Der stellvertretende Fraktionschef Helge Cornehl (links) und Ortsvorsitzender Tobias Slenczek präsentieren Inken Kuhn als Kandidatin der SPD

Laboe. Wenn am 17. März im Ostseebad Laboe erneut ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt wird, tritt Inken Kuhn als Kandidatin der SPD an. Das verkündeten der Ortsvorsitzende Tobias Slenczek und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helge Cornehl. Inken Kuhn stellte sich jetzt der Presse vor. Die Mitgliederversammlung entscheidet über die Kandidatur am Montag, 3. Dezember, 19 Uhr, in der Lesehalle Laboe. Die Bewerbungsfrist bei den Parteien läuft noch bis 15. Dezember. Doch für die SPD ist bereits klar: „Wir haben uns einstimmig für Inken Kuhn entschieden, und die Bürger sollen ausreichend Zeit haben, Inken Kuhn kennenzulernen“, erklärte Cornehl. Die 47-Jährige arbeitet seit sechs Jahren in der Gemeindevertretung mit, zunächst in der Fraktion der Grünen, dann in der SPD. Sie legt ihren Schwerpunkt vor allem auf soziale Belange, setzt sich für bezahlbaren Wohnraum und eine hohe Qualität von Bildung und Erziehung ein. Sie möchte „Bürgermeisterin für alle Laboer“ sein. „Wenn die Mitglieder mich nominieren, werde ich sofort alle politischen Ämter ruhen lassen“, erklärte Kuhn. Ihr Herz schlägt für die Kommunalpolitik, die sie vor allem gemeinsam mit den Bürgern gestalten möchte, wie sie sagte. Die Vorbereitung dafür sei ihr gesamter Lebensweg gewesen. „Während meines Studiums und meiner Auslandsaufenthalte habe ich gelernt, auf die unterschiedlichsten Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, erklärte die Diplom-Ingenieurin. Schwerpunkte sieht sie in der Schaffung von Wohnraum für alle Alters- und Einkommensgruppen. „Wir dürfen hier kein zweites Sylt werden“, so Kuhn. Im Kita-Bereich sei man gut aufgestellt, allerdings müsse für die Offene Ganztagsschule „zügig“ etwas getan werden. Als Beispiele für eine Verbesserung der Infrastruktur führte sie die Gestaltung der Promenade und des Probsteier Platzes sowie die Verbesserung des ÖPNV – insbesondere der Busanbindung von Laboe nach Schönberg – an. Eine Herausforderung sehe sie in der Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften in der Gemeindevertretung. Für die Leitung der Eigenbetriebe bringe sie durch ihr Studium, das auch Betriebswirtschaftslehre umfasst habe, gute Kenntnisse mit, meinte sie. „Ich setze aber auch auf die Kompetenz und Förderung der Mitarbeiter, die ihre Aufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen“, so die Kandidatin. „Inken Kuhn ist die Empfehlung an unsere Mitglieder für die Bürgermeisterwahl am 17. März“, erklärte Slenczek. Diese Entscheidung sei einstimmig von der Findungskommission getroffen worden, die noch mit vier weiteren Bewerbern Gespräche geführt hatte. Dass die SPD ihre Kandidatin bereits vor Ablauf der Bewerbungsfrist vorstellt, begründete Cornehl mit dem Respekt vor den Bürgern: „Es bleibt bis 17. März nicht mehr viel Zeit für die Laboer, ihre Kandidaten kennenzulernen. Dazu wollen wir ihnen ausreichend Gelegenheit geben.“

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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