Laboe schränkt Reiten am Strand ein

Das Reiten am Laboer Strand ist nur noch am Frei- und Hundestrand erlaubt. Bisher konnten sie außerhalb der Saison den gesamten Strandabschnitt nutzen.

Laboe. Das Reiten am Strand von Laboe ist mit einer jetzt beschlossenen Satzung drastisch eingeschränkt worden. Das Reiten am ausgewiesenen Kurstrand ist nun ganzjährig nicht mehr gestattet. Am Freistrand und am Hundestrand dürfen Reiter in der Zeit vom 1. November bis zum 14. März unter besonderer Rücksichtnahme auf andere Strandbenutzer ohne zeitliche Einschränkung ihrem Hobby nachgehen. Dieser Beschluss fiel mit 13 Ja- und drei Nein-Stimmen, ein Vertreter enthielt sich der Stimme. Dazu meldete sich der Kreisreiterbund zu Wort, der sich gegen restriktive Verbote wendet. Bisher war das Reiten außerhalb der Saison (vom 1. November bis 14. März) an allen Laboer Strandabschnitten erlaubt. In der Saison war das Reiten am Kurstrand generell untersagt, am Freistrand und am Hundestrand durften Reiter zwischen 19 und 9 Uhr sehr wohl ihrem Hobby frönen. Die Laboer Wählergemeinschaft (LWG) hatte nun beantragt, diese Regelung zu kippen. Gegen drei Stimmen der CDU beschlossen die Vertreter nun, innerhalb der Saison (15. März bis 31.Oktober) das Reiten generell an allen Strandabschnitten zu verbieten. „Die Hinterlassenschaften von Tieren, insbesondere von Hunden und Pferden, sind von den Begleitpersonen umgehend in geeigneter Form zu entsorgen und nicht zu vergraben“, heißt es in der neu gefassten Satzung. Die LWG hatte den Antrag gestellt, dem nun die Mehrheit der Ortspolitiker gefolgt war. „Wiederholt gab es im vergangenen Sommer Vorkommnisse, wonach Strandbesucher mit und ohne Hund durch rücksichtslose Reiter insbesondere im Bereich des Hundestrandes, aber auch in den rechts und links daneben liegenden Abschnitten des Freistrandes gefährdet wurden“, erklärte Anette Kleinfeld (LWG). Auch müsse verstärkt beobachtet werden, dass die Hinterlassenschaften der Pferde durch die Reiter nicht entfernt würden, so Kleinfeldt weiter. Zuvor hatte Jürgen Lamp vom Kreisreiterbund Plön gemäß Absprache mit Bürgermeister Marc Wenzel im Rahmen der Einwohnerfragestunde das Wort erbeten. Das war ihm dann nach Hinweis von Karl-Christian Fleischfresser (Einzelkandidat) auf die Gemeindeordnung aufgrund seines Wohnsitzes (Lamp wohnt in Brodersdorf) verweigert worden. In der Einwohnerfragestunde dürften nur Einwohner der Gemeinde Laboe zu Wort kommen, hatte es geheißen. Jürgen Lamp wandte sich nun an diese Zeitung. Er habe für die Änderung kein Verständnis und bedauere, dass die Gemeindevertreter weder einen Rat und ein Stimmungsbild der Reiter eingeholt hätten. Mit der bisher geltenden Abweichung von der generellen Regelung des Landesnaturschutzgesetzes, im Sommer ab 19 Uhr am Laboer Strand reiten zu dürfen, wenn dadurch keine Störungen oder Belästigungen der anderen Strandbesucher auftreten, sei von den Reitern dankbar angenommen worden, schreibt Lamp. Die Reiter hätten vorrangig den Naturstrand genutzt. „Zugegebenermaßen war der Sommer 2018 ein besonders schöner, der alle möglichen Strandnutzer reizte, bis spät abends am Strand zu sein. Unweigerlich gab es zeitweise Konzentrationen von Nutzergruppen mit möglicherweise auch Störungsempfindlichkeiten. Andererseits habe ich selbst die Freude vieler Strandbesucher über die schönen Bilder von im Wasser planschenden Pferden gesehen“, so Lamp weiter.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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