Neuer Kreisel immer noch im Dunkeln

Der Laboer Kreisverkehr soll beleuchtet werden. Da es sich hierbei um eine sogenannte Erstinstallation handelt, können keine Fördermittel fließen. (Foto:Astrid Schmidt)

 

LABOE. Der Laboer Kreisverkehr soll beleuchtet werden. Das hatten die Mitglieder des Bauausschusses bereits im Oktober auf Antrag des Laboer Einzelkandidaten Karl- Christian Fleischfresser einstimmig beschlossen. Doch bisher liegt das gewaltige Bauwerk im Dunkeln – ein Zustand, den der Antragsteller moniert. Er mahnte daher die Umsetzung dieses Beschlusses an. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Bürgermeister Marc Wenzel: „Noch vor Weihnachten ist ein Ingenieurbüro beauftragt worden.“ Die Bauarbeiten für den neuen Kreisverkehr in Laboe waren Mitte Oktober vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Grund für die umfangreiche Baumaßnahme war das neue Baugebiet am Ortseingang. Dort entstehen rund 180 Wohneinheiten mit Kita und Geschosswohnungsbau. Positive Folge des Kreisverkehrs: So kann die gesamte Erschließung des Baugebietes über den Kreisel erfolgen, die Wohngebiete Feldstraße und Schwanenweg werden entlastet. Auch nach Fertigstellung des Neubaugebietes, in dem dann insgesamt rund 500 neue Einwohner zu Hause sein werden, wird der Verkehr über den Kreisverkehr entzerrt. Das Bauwerk hat einen Durchmesser von 32 Metern. Der kombinierte Rad- und Gehweg wird auf der Laboer Seite bis an den Knick heran verschwenkt. Ob und wie er gestaltet werden soll, liegt in der Entscheidung der Gemeinde. Die hatte sich nun für eine Beleuchtung des Bauwerkes ausgesprochen – allerdings gegen die Auffassung des Landesbetriebs für Straßenbau. Der sehe es grundsätzlich als nicht erforderlich an, Kreisverkehre „außerhalb der Ortslage“ zu beleuchten, erklärte Bürgermeister Marc Wenzel. Dennoch soll eine Beleuchtung erfolgen, denn Radfahrer und Fußgänger queren den Kreisel und für die sei es eine Frage der Sicherheit, betonte Gemeindevertreter Karl- Christian Fleischfresser. Bürgermeister Marc Wenzel erklärte, in Abstimmung mit dem Amt Probstei sei der Auftrag „noch vor Weihnachten“ einem Ingenieurbüro erteilt worden. Es solle nun ein Gesamtkonzept erarbeitet werden, das nicht nur die Lampen am Kreisel, sondern auch bis heran an den Brodersdorfer Weg beinhalte. Seine Prüfung, inwieweit Fördermittel genutzt werden könnten, habe ergeben, dass es sich bei diesem Ausbau um eine sogenannte Erstinstallation handele – und die sei als solche nicht förderfähig, so Wenzel weiter. Er hoffe, dass zur Sitzung am 15. Januar um 19 Uhr in der Cafeteria der Grundschule Laboe das Konzept bereits vorgestellt werde und die nächsten Schritte eingeleitet werden könnten. Inwieweit dafür zusätzliche Mittel in den Haushalt eingestellt werden können, muss noch geklärt werden. „Ich erwarte da eine spannende politische Debatte über die Prioritäten“, sagte Wenzel. Von Astrid Schmidt

Quelle: Ostholsteiner Zeitung

 

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