Heiko Voß tritt in Laboe für die Grünen an

Er will dort wirken, wo er einmal begonnen hatte: Heiko Voß (54) tritt als Kandidat für die Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Laboe an.

 

LABOE. Die Mitglieder der Laboer Grünen haben ihren Bürgermeister-Kandidaten gewählt: 18 von 21 Mitgliedern stimmten für den parteilosen Kandidaten Heiko Voß, zur zeit tätig im Referat für parlamentarische Dienste des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Der 54-Jährige wird sich nun am 17. März zur Wahl um das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters von Laboe stellen. Zuvor hatte bereits die 47-jährige Sozialdemokratin Inken Kuhn offiziell ihren Hut in den Ring geworfen. Der in der damaligen Laboer Gemeindeverwaltung ausgebildete Verwaltungsfachmann, der seine politische Ungebundenheit betont, sei „der ideale Kandidat, um Laboe als hauptamtlicher Bürgermeister wieder zu stärken“, sagte Martin Opp, Vorsitzender der Grünen-Fraktion. Geboren in Oldenburg, kam Heiko Voß als Zwölfjähriger nach Laboe, machte im Rathaus seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, war Leiter der Gemeindekasse, absolvierte die zweite Angestelltenprüfung und war 17 Jahrelang Leiter des Bau- und Ordnungsamtes. 2001 wechselte er nach Kiel in den Landtag und ist dort bis heute zuständig für die Organisation und Abwicklung der parlamentarischen Arbeit, ist Ansprechpartner für Ministerien, Abgeordnete und Fraktionen. Dieses „Querschnittsamt“ sei zwar sehr reizvoll, aber schon seit einiger Zeit denke er über Veränderungen nach. „Ich wollte auch gern wieder in die erste Reihe und eine Führungsaufgabe übernehmen“, erklärte Voß. Das Amt des Bürgermeisters in Laboe sei für ihn eine Möglichkeit, nicht nur für sich ganz persönlich den Kreis zu schließen und dort zu wirken, wo er einmal begonnen hatte, sondern auch eine„ Chance, Dinge direkt für die Menschen vor Ort zu bewegen“. Er sieht die Aufgabe eines hauptamtlichen Bürgermeisters als die eines Motors, eines Ideengebers. „Ich denke auch, die Menschen erwarten, dass ein hauptamtlicher Bürgermeister Position bezieht und auch dazu steht“, so Voß weiter. Eines ist dem 54-Jährigen besonders wichtig: „Ich wollte immer überparteilich arbeiten und ich werde kein Grüner Bürgermeister sein. Sicher, es gibt Schnittmengen, aber wir werden uns auch reiben“, machte Voß seine Haltung deutlich. Deshalb hatte er sich auch zeitgleichbei allen Laboer Parteien und der Wählergemeinschaft um die Kandidatur beworben. „Ich wollte keine Unterschriftensammeln, ich wusste, wenn mich jemand unterstützenkann, dann nur eine Partei, so Voß weiter. Die Laboer Kommunalpolitik und aktuelle Themenwie die Schwimmhallen-Diskussion oder die Standortdiskussion um die Skaterbahn habe er aus der Entfernung beobachtet. „Ich beziehe dazu auch Position. Es ist eine vordringliche Aufgabe, die Gespräche über die Gründung eines gemeinschaftlichen Zweckverbandes für die Schwimmhalle vor anzubringen. Den Standort der Skaterbahn am Rosengarten sehe ich als richtig an“, so Voß. Egal, ob Skaterbahn, Neubaugebiet Wulfsche Koppel oder Sandverluste– er könne da auf viele Erfahrungen zurück greifen, sagte Voß. Besonders freue er sichauf die Gespräche mit den Menschen im Ort, zu dem er bis heute eine ganz persönliche Beziehung habe.

Quelle: Kieler Nachrichten

Von Astrid Schmidt

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