Jagd nach Geld in drei Akten

Mit Ilka Schadebrotd (links) und Lea Gaycken sind zwei neue Gesichter auf der Bühne zu sehen.

LABOE. „Wer hett, de hett“ –diesen Ohnsorg-Klassiker bringen die Spieler der niederdeutschen Bühne „De Laboer Lachmöwen“ in ihrer neuen Theatersaison auf die Bühne. Der Vorhang hebt sich für den Schwank in drei Akten von Erhard Asmus erstmals am Sonnabend, 19. Januar, 20 Uhr. Die Truppe wird von Ilka Schadebrodt aus Kiel und Lea Gaycken aus Preetz verstärkt. Bauer Carsten Struck (Jan Steffen) hat es nicht leicht: Ehefrau (Ilka Schadebrodt)und Schwiegermutter (Ilse Hoppe) machen ihm das Leben schwer und auch Tochter Lisa (Lea Gaycken) ist nicht geradeeine große Hilfe. Bei dieser weiblichen Übermacht hat er auf seinem eigenen Hof kaum noch etwas zu sagen. Auch vom Lottogewinn, über den er sich kürzlich freuen konnte, scheint er nicht einen Pfennig zu haben. Heimlich schafft er 10 000 Mark zur Seite, was natürlich– wie kann es im plattdeutschen Schwank anders sein – für ein temporeiches Spiel und reichlich Verwirrungen sorgt. Die beginnt schon, als der Landstreicher Jochen Muhl (Christian Becker in einer Doppelrolle, er spielt auch den jungen Hans Schriewer) in das Haus einsteigt, den Kühlschrankplündert und dabei speziell präparierte Bierflaschenmit fatalen Folgen durcheinanderbringt. Doch als Wachtmeister Hansen (Matthias Dehn) dem Bauern auf die Schliche kommt, weiß er nicht so recht, ob das alles rechtens ist. Ehe er sich darüber klar werden kann, liegen die beiden betrunken auf der Gartenbank. Natürlich spieltauch die Liebe auf der wilden Jagd des Bauern nach dem Geld eine Rolle. Besondere Akzente setzt Magd Jule Popp (Angela Tafel)mit Tanz und Gesang. Sie bildet gemeinsam mit Knecht Hinnerk (Asmus Finck-Stoltenberg)ein gewitztes und überaus tatkräftiges Team. Dabei auch Günther Steffen als Dr. Krüttkopp, Traute Steffenspielt aus gesundheitlichen Gründen nicht. Knecht und Magd seien frech und witzig angelegt, wie Regisseurin Katharina Butting aus Plön erzählte. „Ich wollte nicht, dass die beiden so typisch tumpig daher kommen, das wäre den beiden Spielern auch nicht gerecht geworden. “Ihr sei wichtig, dass gerade die Frauenrollen „interessant“ gespielt würden. Ilka Schadebrodt freut sich auf die Herausforderung. Plattdeutsch sei für sie immer noch eine Fremdsprache, aber 20 Jahre Probstei-Erfahrung sorgten für ein gutes Gefühl für das Niederdeutsche, erzählte die gebürtige Oberfränkin. Lea Gaycken gehört zur Niederdeutschen Bühne Preetz und ist als Gastspielerin in dieser Saison dabei.

Quelle: Kieler Nachrichten

Zurück