"Benjamin" hat gewaltig am Strand gezerrt

Der Laboer Strand ist nach den Stürmen zweigeteilt: Bis zur Schwimmhalle gibt es Sand soweit das Auge reicht, in Richtung u-Boot liegt das Deckwerk bis an die Promenade heran frei

LABOE. Die beiden Sturmtiefs „Zeetje“ und „Benjamin“ haben am Strand in Laboe gewaltig geknabbert. Schäden sind vor allem im Bereich der Steilküste zwischen Laboe und Stein in Höhe Aukrug zu verzeichnen. Kritisch ist der Zustand des Strandbereiches von der Schwimmhalle bis hin zum Kiosk Birkenweg und U-Boot. Das steht zwar noch auf dem Trockenen, aber Wind und Wellen höhlen den Strandstreifen immer mehr aus. Welche Kosten die Schäden verursachen werden, vermag Bürgermeister Marc Wenzel noch nicht zu sagen. „Es gibt gravierende Schäden vor allem in Richtung Ehrenmal, aber um welche Schadenshöhe es sich tatsächlich handelt, ist noch nicht ermittelt“ ,erklärte Bürgermeister Wenzel auf Nachfrage. Bereits nach dem Sturmtief „Axel“ hatte man in Laboe gewaltige Sandtransporte verzeichnet, ebenso wie Abbrüche am Steilufer. Ähnlich seien diese Schäden auch aktuell zu verzeichnen. „Wir müssen überlegen, wie wir künftig mit unserem Kurstrand umgehen“, sagte Wenzel. Durch den natürlichen Sediment-Transport gibt es in Laboe erneut Veränderungen des Strandes zu beobachten. Er ist quasi zweigeteilt. Währendes vom ehemaligen Lotsenhausangefangen, entlang des Rosengartens und der Lesehalle bis hin zur Schwimmhalle Sand gibt, soweit das Auge reicht, wird es ab der Schwimmhalle kritisch. Die Fläche unter dem auf Stelzengebauten Gebäude steht heute noch unter Wasser, die Fundamente der Spielgeräte warenfrei gespült und wurden nun bereits vom kommunalen Bauhofwieder zugeschoben. Fraglich ist, ob es wie nachdem Sturm „Axel“, auch in diesem Jahr gelingen kann, mit Verschieben des Sandes den Strand wieder herzurichten. Fraglich ist daher auch, ob der für 2019 erstmals wiedergeplante Beach-Volleyball-Cup auf dem Sportstrand neben der Schwimmhalle ausgetragen werden kann. Denn dieser Strandabschnitt wird immer schmaler. Noch weniger verdient der Sandstreifen in Höhe des Hotel „Seeterrassen“ den Namen Strand. Dort gibt es die gravierendsten Einschnitte. Das Entwässerungsrohr in Höhe Birkenweg liegt frei, ebenso wie das Deckwerk bis herauf zur Promenade, wo in Teilen das Wasser bereits die Asphaltschicht frei gespült hat. Um die Promenade zu schützen, hatten die Bauhofmitarbeiter den Strandzaun bereits durch Platten verstärkt. Konkrete Aussagen zu Kosten und möglichen Maßnahmenwerde er nicht vor nächster Woche treffen können, kündigte Bürgermeister Wenzel an.

Quelle: Kieler Nachrichten

Von Astrid Schmidt

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