Fischküche in der Winterpause ausgebaut

 

LABOE. Das Kultrestaurant „Fischküche Laboe“ direkt am Laboer Hafen hat seinen Winterschlaf beendet. Die Inhaber und Betreiber Swantje und Agron Sahilu gehen mit ihrem Team nicht nur ausgeruht ans Werk, sondern bieten den Kunden auch eine deutliche erweiterte Speisekarte sowie längere Öffnungs- und Küchenzeiten. Dafür haben die Salihus rund eine halbe Million Euro investiert. Die Größe der Küche wurde verdoppelt, das Personal bekommt neue Räume, Speisekarte sowie Öffnungszeiten werden ausgeweitet und sechs neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, wie Agron Salihu bei einem Ortstermin berichtete. Schon seit Jahren ringen die Betreiber der Fischküche im Erdgeschoss des Hafenspeichers, vormals bereits Harald Bruhn und seit 2013 Agron Salihu, um eine Vergrößerung ihrer Produktionsflächen. Ende vergangenen Jahres war es dann soweit: Die Winterpause konnte für umfangreiche Umbaumaßnahmen genutzt werden. Möglich machte das eine Umnutzung der Räume im gemeindeeigenen Gebäude. Die bisher im Obergeschoss liegende Kleiderkammer des DRK war aufgrund fehlender Nachfrage aufgelöst worden. Damit konnte die Chorgemeinschaft, einer der Mieter des Hauses, ihren bisher im Erdgeschoss liegenden Raum ins Obergeschoss verlagern. Damit hatte die Fischküche endlich freie Bahn für die Erweiterung der Küchenräume. Folge: Die Speisekarte enthält nun viele Angebote, die bisher aus Kapazitätsgründen nicht möglich waren, aber immer wieder nachgefragt worden seien, so Salihu. Denn mit der baulichen Veränderung wurde auch die gesamte Küchentechnik auf den neuesten Stand gebracht. „Wir können jetzt den Fisch auch dünsten, Kartoffeln, Gemüse, Nudeln und Reis anbieten“, erklärte Salihu. Auch Hähnchen stehe jetzt auf der Speisekarte. „Wir gehen damit vor allem auf die Nachfrage von Familien ein, in denen einer vielleicht keinen Fisch mag“, sagte Salihu. Außerdem seien die Heizungs- und die Lüftungsanlage und die gesamte Elektro- Installation sowie die Abwasser- und Wasserleitungen saniert worden, so der Gastronom weiter. Zudem arbeite der Betrieb nun mit einer Wärmerückgewinnung, indem die durch die Kühlgeräte produzierte Wärme in den Energiekreislauf eingespeist werde. Besonders stolz ist der Gastronom darauf, dass mit der Erweiterung sechs neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Einen Personalmangel, wie andere Branchenkollegen ihn oft beklagen, habe er nicht zu verzeichnen. Für seine jetzt 24 fest angestellten Mitarbeiter habe er auch neue Rahmenbedingungen geschaffen. „Das Personal arbeitet vier Tage und hat drei Tage frei. Im Zuge des Umbaus werden auch neue Sozialräume geschaffen“, erklärte Salihu. Ausgeweitet werden in der Hauptsaison nun auch die Küchenzeiten. „Wir werden, je nach Nachfrage, bis 21.30 oder 22 Uhr warme Küche anbieten“, kündigte der Fischküchen- Chef an. (Bisher war um 21 Uhr Küchenschluss). Aufgrund der neuen Geräte und entsprechender Wartungszeiten werde man auch die Schließzeit über Winter um einen Monat verkürzen, sagte er. Auch der Verkaufsbereich für die sogenannte kalte Küche, wie Fischbrötchen und Salat, ist geräumiger geworden. Mit dieser Investition von einer halben Million Euro ist die Wunschliste der Gastronomen noch nicht beendet. „Wir werden im nächsten Jahr die sanitären Anlagen in Angriff nehmen“, kündigte Agron Salihu an. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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