Zwei Stimmzettel, eine Urne

Stefan Gerlach von der Gemeindewahlleitung zeigt die unterschiedlichen Wahl- und Abstimmungsunterlagen, die den Bürgern am Sonntag ausgehändigt werden.

 

LABOE. Die Vorbereitungen der Wahl des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters und der Abstimmung für den Bürgerentscheid zum Standort der Skateanlage sind im Schönberger Rathaus so gut wie abgeschlossen. „Für Wahl und Abstimmung gibt es verschiedenfarbige Stimmzettel, aber alles kommt in eine Wahlurne“, erklärte Stefan Gerlach von der Gemeindewahlleitung. Wenn die rund 4400 wahlberechtigten Bürger am Sonntag, 17. März, in drei Wahllokalen ihrem Wunschkandidaten ihre Stimme geben oder die Frage „Sind Sie für einen alternativen Standort zum Rosengarten?“ beantworten, bekommen sie neben dem weißen Wahlzettel auch einen grauen Abstimmungszettel. Auch im Falle der Briefwahl gebe es unterschiedliche Farben, und die Bürger müssten schon exakt darauf achten, dass der jeweilige Zettel im richtigen Umschlag lande, da die Stimme ansonsten ungültig sei. Die Reihenfolge auf den Wahlzetteln erfolgt laut Wahlordnung alphabetisch – in diesem Fall Inken Kuhn (SPD), Günther Petrowski (CDU) und Heiko Voß (parteilos). Wer nun möglichst hautnah dabei sein möchte, wenn sich die Ergebnisse für die drei Kandidaten abzeichnen, hat neben dem aktuellen Live-Blog auf KN-online (www.kn-online. de) die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Im Laboer Rathaus wird Amtsdirektor Sönke Körber mit Laptop und Beamer die Ergebnisse bekanntgeben. „Ausgezählt wird erst die Bürgermeisterwahl, dann der Bürgerentscheid“, sagte Gerlach. Der Entscheid über den Standort zur Skateanlange kam zustande, nachdem die Initiatoren des Bürgerbegehrens 558 Unterschriften in Laboe gesammelt hatten, 543 davon waren vom Amt Probstei für gültig erklärt worden. Damit erfüllten die Initiatoren das Quorum von zehn Prozent der Wahlberechtigten der Gemeinde. Bei drei Kandidaten zur Bürgermeisterwahl ist eine Stichwahl durchaus möglich. Auch daran ist im Amt gedacht, der Termin dafür wäre der 31. März. Das wiederum führt vor dem Hintergrund der Brexit- Entscheidung im Vereinigten Königreich zu einer besonderen Situation für die sechs britischen Staatsbürger der Gemeinde Laboe. „Sollte es bis zum 29. März keine Einigung geben, sind diese Bürger zur Stichwahl nicht mehr wahlberechtigt“, so Gerlach. Aber auch dafür werde eine Lösung vorbereitet. Gerlach hob die große Bereitschaft der Laboer hervor, sich als Wahlvorstand zu engagieren. „Die Freiwilligen wurden von mir in drei Stunden Frontalunterricht geschult. Die Motivation ist ausgesprochen hoch“, lobte er das ehrenamtliche Engagement

Quelle: Kieler Nachrichten/OHZ

 

Zurück