Ein Thema – sechs Künstler

Die „Kunstköppe“ Marie-Pierre Fischeux (von links), Susanne Helmert, Christoph von Woedtke und Angela Augustin- Wittkuhn zeigen im Rahmen eines gemeinsamen Projektes im Freya-Frahm-Haus ihre Arbeiten zum Thema „Ungekämmt und fern der Heimat“

 

Laboe. „Ungekämmt und fern der Heimat“ unter diesem Titel zeigen die „Kunstköppe“ aus Hamburg rund 90 Bilder und Skulpturen. Die sechs Künstler Marie-Pierre Fischeux, Angela Augustin-Wittkuhn, Susanne Helmert, Christoph von Woedtke sowie Gina Kühn und Koko Proll haben erstmals ein gemeinsames Projekt bearbeitet und zeigen nun das Ergebnis in einer gemeinsamen Ausstellung. Die Kunstschau wird am Sonnabend, 20. April, 18 Uhr, im Freya-Frahm-Haus eröffnet. Ein gemeinsames Thema, aber sechs unterschiedliche Menschen, sechs unterschiedliche Formate und Techniken, sechs unterschiedliche Interpretationen des Titels. Genau das mache den Reiz für sie als Künstler aus, erklärte Susanne Helmert. Und genau das macht auch den Reiz für den Betrachter aus, der die 90 sehr verschiedenen Arbeiten der Hamburger Künstler noch bis Sonntag, 5. Mai, anschauen kann. Die individuelle Bearbeitung des Themas, das in einem gemeinsamen Brainstorming entstanden ist, brachte inhaltlich sehr differenzierte Ergebnisse hervor. Denn während des Schaffensprozesses habe sich jeder in sein „Kämmerlein“ zurückgezogen. Nach neun Monaten stand die Ausstellung an. „Es war für mich wie Weihnachten, ich habe die Bilder der Kollegen ausgepackt, meine eigenen kannte ich ja schon“, erzählt Susanne Helmert. Sie selbst arbeite eher kleinformatig, verwendet Originalfotos, bringt sie auf Holz, bearbeitet die Oberflächen mit heißem Bienenwachs und hat so ihre eigene Handschrift entwickelt. Keine Handschrift lässt sich bei den experimentellen Arbeiten von Koko Proll entdecken, die sehr unterschiedliche Techniken verwendet. Marie-Pierre Fischeux hatte sich im Rahmen des Projektes für die Themen Reisen und Porträts entschieden, Christoph von Woedtke fügt seinen gesprayten Bildern auch Skulpturen hinzu, die in Brenntechnik gearbeitet sind. „Der Titel mag auf den ersten Blick flach wirken, aber er lässt ganz viel Spielraum für Interpretationen“, so der Künstler. Es gibt noch reichlich mehr zu sehen und zu erkunden auf den drei Etagen des Hauses. Die „Kunstköppe“ haben sich vor etwa drei Jahren gefunden und zusammen getan. „wir arbeiten schon an dem nächsten Projekt unter dem Titel „Rosarot“, verrät Angela Augustin-Wittkühn. asc

Öffnungszeiten: 21. und 22. April, 1 1 bis 18 Uhr, 26. April, 14 bis 18 Uhr, 27. Und 28. April sowie 1. Mai, 1 1 bis 18 Uhr, 2. Mai, 14 bis 17 Uhr, 3. Mai, 14 bis 18 Uhr, 4. Mai, 1 1 bis 18 Uhr, 5. Mai, 1 1 bis 17 Uhr.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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