Pflaster statt Asphalt für Radler

Der Radweg am Brodersdorfer Weg wird vom Kreisel bis hin zur Kirche von Grund auf erneuert. Die Oberfläche wird gepflastert.

 

LABOE. Der Radweg entlang des Brodersdorfer Weges in Laboe wird von Grund auf erneuert. Rund 450 000 Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Die Baumaßnahme stand ursprünglich für 2018 auf der Agenda der Gemeinde, doch im Zuge des neuen Kreisverkehrs am Ortseingang habe man das Vorhaben verschoben, um einen nahtlosen Anschluss an das Bauwerk zu erreichen, erklärte Bürgermeister Marc Wenzel bei einem Ortstermin. Wurzelaufbrüche, Wellen und Löcher machten den Radfahrern in Laboe seit Langem das Leben schwer. Denn bisher führte aus Richtung Brodersdorf bis zur Anker-Gottes-Kirche der Radweg mit einer Asphalt-Oberfläche. Durch engstehende große Bäume und ihre Wurzeln war es nach jeder Oberflächensanierung schnell wieder zu Bruchstellen gekommen, die sich ausweiten konnten. Das soll jetzt deutlich anders werden, kündigte Bürgermeister Wenzel an. Zwar bleibt es dabei, dass der Radweg an der Kirche endet, doch die Schäden durch Bewuchs oder Wurzeln sollen künftig einfacher und schneller zu beheben sein. Denn die Strecke werde nun gepflastert. „Das hat auch den Vorteil, dass bei Schäden oder notwendigen Erdarbeiten nicht die ganze Oberfläche aufgemacht werden muss, sondern dann punktuell die Pflasterung aufgenommen und wieder geschlossen werden kann“, erklärte Wenzel. Die Arbeiten gehen Wenzels Einschätzung zufolge planmäßig voran. Eine Herausforderung sieht der Bürgermeister in der Querung der Ostlandstraße. „Dort muss die Teerdecke aufgemacht und für die Zeit der Arbeiten die einzige Zufahrt zum Wohngebiet gesperrt werden“, kündigte der Bürgermeister an. Der neue Radweg soll sich dann auch einfügen in das städtebauliche Gesamtkonzept mit dem neuen Baugebiet Krützkrög. „Wir verwenden dieselbe Pflasterung auf dem Radweg wie auf den Wegen im Neubaugebiet. Dazu gehört auch das in Kürze erwartete Beleuchtungskonzept vom Kreisel über den Radweg bis hin ins Neubaugebiet“, so Wenzel weiter. Da zugleich auch die sogenannte Stützschicht auf der gesamten Länge erneuert werde, nutze man die Gelegenheit, auf der gesamten, knapp einen Kilometer langen Strecke ein Leerrohr zu verlegen. „So schaffen wir die Voraussetzungen für die dringend notwendige Breitbandanbindung. Wir wollen damit als Gemeinde auch die private Bürgerinitiative unterstützen“, so Wenzel. Wie berichtet, hatte sich aufgrund der gesetzlichen Grenzen für den Zweckverband Probstei eine Gruppe von Laboern gebildet, die für den Glasfaseranschluss werben. „Wir dürfen in Laboe nicht abgehängt werden. Dafür muss es den Rückhalt aus der Politik geben“, bekräftigte Wenzel die Aktion. Initiator Reimer Eickmeier erklärte auf Nachfrage, dass es eine große Resonanz auf seine Initiative gebe und in Kürze Gespräche mit der Firma TNG Stadtnetz GmbH anstünden. von Astrid Schmidt

 

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