Vom Müll befreit in den Frühling

Ein Hauch von Abenteuer und vor allem für die Kleinen ein Erlebnis: Die Helfer in Laboe werden mit einem Trecker zu den Einsatzorten gefahren.

 

LABOE/PLÖN. Mit Greifzangen, Müllbeuteln und -eimern bewaffnet ging es am Sonnabend dem Abfall in der Gemeinde Ostseebad Laboe an den Kragen. Wie jedes Jahr bei der Aktion „Saubere Gemeinde“ kamen Einwohner zusammen, um den Strand und Wege von Müll zu befreien. Dieses Jahr wurden der Naturerlebnisraum und der Fördewanderweg von Abfällen befreit. Morgens beim ersten Treffen vor dem Rathaus wurden die blauen Säcke und die Müllgreifer an die mehr als 30 freiwilligen Helfer aus der Gemeinde verteilt. Viele Kinder unterstützten ihre Eltern bei der Arbeit. „Wir sind immer zufrieden mit der Beteiligung“, sagte Christian Bohnemann vom Tourismusbetrieb Laboe. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es gut gelaunt an die Einsatzorte. Für die Kinder war ein Trecker mit Anhänger organisiert worden, um die Umweltaktion mit einem kleinen Abenteuer zu verbinden. Mithilfe einer Leiter kletterten die kleinen Helfer und einige Eltern auf den Hänger und wurden zur Einsatzstelle gefahren. Nach getaner Arbeit gab es zur Stärkung eine Kartoffelsuppe und Würstchen. Rund 200 Helfer aus 20 örtlichen Vereinen und Verbänden, Institutionen und Initiativen beteiligten sich in Plön am Freitag und Sonnabend an dem Frühlingsputz. Pappbecher und Pizzaschachteln, Zigarettenkippen und Schnapsfläschen, Bonbonpapier, Styroporboxen und Taschentuchtüten – es war vor allem kleinteiliger Verpackungsmüll, der dabei im Sammelcontainer landete. Als größtes Ärgernis erwiesen sich die schwarzen Hundekotbeutel, die sich an vielen Stellen im Stadtgebiet fanden – oft benutzt und entsprechend eklig. „Wenn man sich die Mühe macht und das Häufchen eintütet, sollte man das ganze Paket auch vernünftig in einer Mülltonne entsorgen und nicht in die Büsche werfen“, ärgerte sich Dieter Willhöft vom TSV Plön, der mit seiner Gruppe die Gassi-Gehstrecke an der B 76 zwischen Gartenstraße und Güterbahnhof absuchte. Bestätigt wurde dieser Eindruck von den Schülerinnen Marleen und Lea Seligmann, die in Stadtheide unterwegs waren und den Jugendlichen der Feuerwehr, die ebenso wie die Pfadfinder am Schöhsee sammelten. Aber auch Überreste eines Wäscheständers und anderer Sperrmüll wurden geborgen. Insgesamt kamen bei der Sammlung rund acht Kubikmeter Müll zusammen. Einen besonderen Fund machten Claudia Krüger und Birgit Böhnke: In einer Rabatte am Bahnhof entdeckten sie ein brieftaschenartiges Portemonnaie mit Führerschein, Bank- und Kreditkarten sowie weiteren persönlichen Dokumenten. Der Fundort spreche dafür, dass ein Taschendieb den verräterischen Teil seiner Beute nach Entnahme des Bargelds weggeworfen habe, glaubten die Frauen, die den Fund der Polizei übergaben. ju, dis

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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