Klage trübt Freude der Skater in Laboe

 

LABOE. Wie geht es nach dem deutlichen Votum der Bürger nun weiter mit der Skaterbahn in Laboe? Das wollten die Jugendlichen, Eltern und Mitglieder des Vereins Skate Laboe in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses Hafen, Tourismus und Schwimmhalle wissen. Der noch amtierende Bürgermeister Marc Wenzel informierte über Gespräche mit dem Architekten und kündigte an, bis zu Saisonbeginn könnte die Bahn stehen. Allerdings informierte Wenzel auch über eine Klage gegen die Baugenehmigung. Doch der Bürgermeister will sich dadurch nicht beirren lassen. „Aufgrund des sehr eindeutigen Votums des Bürgerentscheids zum Standort der Skaterbahn bin ich gewillt loszulegen“, betonte er in der Sitzung. Denn die Baugenehmigung liegt vor, und er habe bereits Kontakt zum Architekten aufgenommen. Gebaut werden soll ein sogenanntes „Skateboat“ als Pool, den auch Anfänger und jüngere Kinder nutzen könnten, heißt es in der Planung. „In ein bis zwei Wochen soll eine beschränkte Ausschreibung erfolgen“, so Wenzel weiter. Ziel sei es, in der Sitzung der Gemeindevertreter am 15. Mai den Auftrag vergeben zu können. Man müsse dann mit einer Bauzeit von etwa fünf Wochen rechnen, sodass die Bahn zur Saison fertig sein könnte, wenn alles reibungslos läuft. Allerdings hatte es einen Widerspruch gegen die Baugenehmigung gegeben, dem jetzt eine Klage folge, so Wenzel weiter. Bei den anwesenden Skaterfreunden im Saal löste diese Information ein Kopfschütteln aus. Denn für sie ist das Votum der Laboer für den Standort Rosengarten eindeutig. Wie berichtet, besteht ein gültiger Beschluss der Gemeinde Laboe, im Rosengarten eine neue Skaterbahn wieder aufzubauen. Denn dort hatte man die alte Bahn aufgrund ihres maroden Zustands im Zuge der Umgestaltung des Rosengartens abgerissen. Eine Umfrage unter Kinder und Jugendlichen hatte ergeben, dass sie sich ihre Bahn im Rosengarten wünschen. Dem war der Beschluss der Ortspolitiker gefolgt. Allerdings hatten dagegen im Herbst vergangenen Jahres einige Bürger einen Bürgerentscheid angestrengt. Die Gegner des Standortes unterlagen mit 35,12 Prozent. Von 2600 gültigen Stimmen hatten sich 913 dafür ausgesprochen, einen alternativen Standort zu suchen, 1687 Laboer hatten sich dagegen und somit für den Rosengarten ausgesprochen. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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