Das Skateboat nimmt Fahrt auf

Architekt Christian Thomas von der Firma Skateshapes erläutert die baulichen Details der neuen Skateanlage im Laboer Rosengarten. Mitte Juli sollen die ersten Skater hier loslegen können

Laboe. Der Baufortschritt der Skateanlage im Laboer Rosengarten ist deutlich zu sehen. Dennoch mussten die Arbeiten kurzzeitig für die Veranstaltung Sommerdeck am Pfingstwochenende unterbrochen werden. Bürgermeister Heiko Voß ist mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit vor Ort „äußerst zufrieden“. Die wöchentlichen Baubesprechungen an der Skateanlage im Laboer Rosengarten lässt sich der Neue im Amt nicht nehmen. Bürgermeister Heiko Voß hat ein Auge auf die im Vorfeld kontrovers diskutierte Anlage. „Die Firma arbeitet sehr zuverlässig, die Arbeiten gehen gut voran. Es gab bisher keine Kritik von Anwohnern“, sagte er bei einem Ortstermin. Einen Grund für die Akzeptanz der Bürger sieht er in dem weithin einsehbaren und zentralen Standort. „Die Menschen sehen, es wird gearbeitet“, so Voß weiter. Besonderes Augenmerk gilt der Entwässerung. Denn bei Hochwasser und Sturmflut ist im Rosengarten schon mal Land unter, wie sich zu Jahresanfang erneut gezeigt hatte. Dem begegne man mit einem neu gesetzten Schacht sowie zwei Ausläufen, die in die Anlage integriert seien. „Als Schutz vor Unterspülung der Tragschicht haben wir außerdem ein Geotextil eingebaut“, erklärte der Heikendorfer Architekt Christian Thomas. Er ist selbst seit 25 Jahren Skater und bundesweit gefragter Spezialist für die Konstruktion von Skateanlagen und sieht die Laboer Anlage als „Herzenssache“. Denn diese sei in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Mit 150 Quadratmetern sei sie eher eine kleine Anlage, die als Pool gebaut werde. Dieser Pool oder auch Schüssel sei relativ flach und somit auch für Anfänger bestens geeignet. Damit habe man sich dem individuellen Bedarf der Nutzer, unter anderem in Abstimmung mit dem Verein Skate Laboe, angepasst. Dennoch gebe es durch verschiedene Höhen auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. So beginne die Höhe bereits bei 60 Zentimetern, steige auf 90 Zentimeter an und erreiche mit 1,60 Meter den höchsten Punkt. „Da kann man ganz sanft hineinrollen, sich dann über die Speed-Bump in der Mitte ein wenig Schwung holen und sich langsam steigern“, so der Fachmann. Zum Vergleich: Die Anlage in Kiel-Gaarden sei eher für Fortgeschrittene und habe eine Höhe von 2,50 Metern. Die Laboer Anlage zeichne sich auch durch den „wahnsinnig öffentlichen“ Standort direkt am Wasser aus, freute sich der Architekt. Deshalb habe er die Anlage als Skateboat konzipiert. „Das Thema Boot soll mit weiteren Elementen aufgegriffen werden“, so der Architekt. Unter anderem seien zwei Poller oder Dalben geplant, an denen Slacklines (Balancier-Seile) gespannt werden könnten. Der Bürgermeister zeigte sich begeistert. „Die Details der Gestaltung besprechen wir gemeinsam“, sagte Voß. Er begrüße die kreative Gestaltung, die sehr gut zum Ort passe, so Voß. Eine Herausforderung allerdings sei es, nicht mit den Veranstaltungen im Rosengarten und am Hafen zu kollidieren. Aktuelles Beispiel: Damit sich Bauarbeiten und Veranstaltungen nichts ins Gehege kommen, wurde der Bauzaun eingerückt. So werde die Veranstaltung Sommerdeck am Wochenende nicht beeinträchtigt. „Die Wege sind zugänglich, die Versorgung ist gesichert“, so Voß. Er betonte die Verlässlichkeit der ausführenden Firmen, sodass bis spätestens Mitte Juli die Anlage für die Skater zur Verfügung steht. Insbesondere freue es ihn, dass das Skaten im nächsten Jahr auch olympische Disziplin werde, so Voß.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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