Neubaugebiet Krützkrög erhält auch eine Kita

 

LABOE. Im Neubaugebiet Krützkrög entstehen, wie berichtet, rund 170 Wohneinheiten, viele davon für Familien mit Kindern. Dem damit steigenden Bedarf an Plätzen für die Kinderbetreuung trägt die Gemeinde mit einer zusätzlichen Kita Rechnung. Bürgermeister Heiko Voß stellte den Träger und sein Konzept vor. Seit der Planung für das Neubaugebiet ist klar: Es muss eine neue Kita her. Derzeit häufen sich nach Aussage von Bürgermeister Heiko Voß die Nachfragen der künftigen Neubürger nach dem Träger der Kita und seinem Konzept. Das sei nun geklärt und füge sich sehr gut in das Portfolio der Gemeinde Ostseebad Laboe ein, erklärte Voß. Angefragt worden waren sieben potenzielle Träger, zwei hatten sich beworben. Die Wahl des zuständigen Ausschusses und der Gemeindevertreter fiel auf die AWO, die mit ihrem Konzept punkten konnte. „Wir gehen in Richtung Demokratie- Kita und setzen als zweiten Schwerpunkt auf Bewegung“, erklärte Gesa Kitschke vom AWO-Landesverband. Demzufolge wird die Einrichtung einen 100 Quadratmeter großen Bewegungsraum haben und die direkte Anbindung zum neu entstehenden naturnahen Spielplatz des Neubaugebiets Krützkrög nutzen. „Die Demokratie-Kita legt bei den Kindern die Grundlagen für Mitbestimmung und demokratisches Verständnis“, so Kitschke weiter. So werden die Kinder aktiv eingebunden in die Entscheidungen, was und wo gespielt wird, welche Aktivitäten die Kinder machen möchten bis hin zu der Essensplanung. „Es wird eine Art offenes Büfett geben, aber auch ein warmes Mittagessen über eine Catering-Firma“, so Kitschke weiter. Sie freue sich, dass es bereits reichlich Anfragen von Fachkräften gibt. „Der Arbeitsplatz ist offenbar attraktiv“, meinte Kitschke. Platz wird für 45 Kinder geschaffen, eine Krippengruppe (unter drei Jahren), eine Elementargruppe (über drei Jahre) und eine Familiengruppe, deren Belegung etwas flexibler handhabbar sei, wie Jürgen Dräbing vom Amt Probstei berichtete. Diese neue Einrichtung sei aber keineswegs den Bürgern des Neubaugebietes vorbehalten, sondern Ziel sei es, den Eltern aufgrund der verschiedenen Konzepte (evangelische Kita mit religiösem Schwerpunkt, DRK-Kita mit Natur- und Außengruppe) eine Auswahl zu bieten. Zudem sei so eine „gute Durchmischung“ von Neu- und Altbürgern gegeben. Die Vergabe erfolge nicht durch die Kitas selbst, sondern zentral vom Amt Probstei in einer Kita-Konferenz Anfang März des jeweiligen Kita-Jahres, so Dräbing weiter. Zum neuen Kita-Jahr konnten in Laboe alle Anfragen bedient werden. Insgesamt gibt es mit der neuen Einrichtung 75 Plätze für unter Dreijährige und 164 Plätze für Kinder über drei Jahren. Die AWO betreibt in Laboe bereits eine Kindertagespflege. Mit dem Start der Kita rechnet Bürgermeister Voß im zweiten Halbjahr 2020. Von Astrid Schmidt  

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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