Laboer Radweg im Zeitplan fertiggestellt

 

LABOE. Alle Beteiligten sind sich durchweg einig: Der neue Radweg vom Laboer Kreisverkehr bis hin zur Anker-Gottes- Kirche ist für das Ortsbild ein Gewinn. Zudem konnte die Maßnahme planmäßig und nahezu innerhalb des Kostenrahmens abgeschlossen werden. Rund 460 000 Euro kostete die Maßnahme. Geplant war die Sanierung des Radweges bereits für 2018. Die Arbeiten hatten dann im März begonnen. Die bisherige Asphaltdecke wurde entfernt, in einigen Teilen war der Unterbau erneuert worden. „Das war nicht durchgängig nötig, sodass wir da noch etwas Geld einsparen konnten“, so Voß. Diese Einsparungen wurden allerdings durch zusätzliche Entsorgungskosten für sogenanntes PAKbelastetes Material (polyalkalischer Kohlenstoff) wieder aufgezehrt, zusätzliche 30 000 Euro schlugen für die Verlegung eines Leerrohres zu Buche. Dass sich die Gemeinde trotz Mehrkosten für eine Pflasterung statt für eine Asphaltdecke ausgesprochen hatte, sei eine gute Entscheidung, erklärte Ralf Wauker vom Amt Probstei. Denn künftig könne man so bei Wurzelaufbrüchen oder anderen Reparaturen kleinflächig das Pflaster aufnehmen und wieder verlegen, ohne dass es zu größeren Nahtstellen komme. Die ebene Fläche ist deutlich spürbar für die Radfahrer: „Kein Vergleich zu dem vorherigen Zustand mit den ganzen Aufbrüchen“, sagte Markus Droste. Der Laboer fährt regelmäßig mit dem Rad, auch mit einem Kinderanhänger, sodass der Unterschied zwischen alt und neu für ihn sehr deutlich sei. Dass der Radweg nur bis zur Kirche reicht und dann endet, sei für ihn nicht so problematisch. „Natürlich wäre es schön, wenn ein Radweg durch den gesamten Ort führen würde, doch die Straßen sind ja viel zu schmal, es ist kein Platz da“, schätzt er ein. Das ist auch ein Anstoß für Bürgermeister Heiko Voß, selbst passionierter Radfahrer. Für ihn ist der Abschluss der Sanierung ein gutes Ergebnis, das er noch von seinem Vorgänger Marc Wenzel übernommen hatte. Voß sieht diese Maßnahme nicht losgelöst, sondern als Teil eines Verkehrskonzepts, das er anpacken will. Ideen gibt es viele, wie etwa Einbahnstraßenregelungen oder die Verengung von Fahrbahnen zugunsten von Radwegen. „Das Ganze ist sehr komplex, und eines zieht das andere nach sich. Aber es muss in Angriff genommen werden“, so Voß. Besonders erfreut ist der Bürgermeister auch über die neue Optik des Pflasters: anthrazit. Das soll sich nun auch an anderen Stellen wiederfinden, wenn Wege repariert oder neu verlegt werden. So soll auch im Neubaugebiet Krützkrög dieses Material verwendet werden. „So kann es gelingen, die städtebauliche Optik im Ort zu vereinheitlichen“, so Voß. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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