Laboer Lachmöwen feiern morgen Premiere

Jan Steffen (von links) und Doro Slenczek sind "Gode Geister". Hier bitten die beiden gerade ihren Schutzengel (Ilse Hoppe) um Hilfe

LABOE. „Gode Geister“ heißt das neue Stück der Niederdeutschen Bühne Laboe. Die „Laboer Lachmöwen“ feiern mit dieser spirituell angehauchten Komödie am Sonnabend, 20. Juli, 20 Uhr, Premiere. Insgesamt gibt es bis 30. Oktober 44 Vorstellungen im Lachmöwentheater am Kurpark. Jakob und Susi Kehlmann (Jan Steffen und Doro Slenczek) sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Doch sie sind immer noch da – als „Gode Geister“. Nun soll ihr Haus vermietet werden, doch sie wollen selbst entscheiden, wer einziehen soll. So kommt es, dass die beiden stets mit von der Partie sind, wenn der Makler (doppelt besetzt mit Matthias Dehn und Sebastian Fey) die Interessenten durchs Haus führt. Bisher haben sie spukend jeden potenziellen Käufer in die Flucht geschlagen. Auch der Schwiegermutter Martha Brodersen (Heike Petersen/ Marita Voß) spielen die Geister einen Schabernack. Doch dann kommt ein junges Ehepaar: Der Autor Simon Willis (Christian Becker) und seine Frau Felicitas (Carmen Kramp/ Lea Gaycken) gewinnen ihre Zuneigung. Die beiden können ihr Glück kaum fassen, denn Kehlmann ist das Idol des Schriftstellers. Doch es will nicht so recht klappen mit der Inspiration für das große Erstlingswerk. Die Schreibblockade dehnt sich aus, Geldsorgen plagen das junge Paar, als sich die „Goden Geister“ entschließen, den beiden unter die Arme zu greifen. Sie sinnen nach einer Möglichkeit, die flotte Schreibe des Jakob Kehlmann auch auf seinen Bewunderer Willis zu übertragen. Und dann ist die junge Frau auch noch schwanger und wird ihr Baby in dem Haus zur Welt bringen – eine schöne Vorstellung für Susi Kehlmann. So haben die beiden ihr Werk vollbracht, jedoch nicht ohne die Hilfe ihres Schutzengels (Ilse Hoppe/Ilka Schadebrodt). Die Besucher erwartet mit diesem Stück ein etwas anderes Theaterstück als in Laboe bisher üblich. „Es ist keine klassische Bauernkomödie, wo eine Pointe die nächste jagt, kein Schenkelklopfer“, erklärte Regisseurin Brigit Bockmann. Die Dialoge seien anspruchsvoller, das sei auch eine Herausforderung für die Spieler, so die Fachfrau. Sie lobte die tolle Übersetzung der Komödie von Pam Valentine ins Niederdeutsche von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen. „Wir müssen den Zuschauern auch mal etwas Neues präsentieren, und auch das Ensemble braucht mal eine neue Herausforderung“, sagte Jan Steffen. Auch technisch haben die Lachmöwen erneut aufgerüstet: „Wir haben eine neue Klimaanlage installiert, so dass die Besucher auch im Falle heißer Sommertage keine Sorge haben müssen, es könnte zu warm sein. Wie sorgen für angenehme Temperaturen“, so Steffen. Auch diesmal sind mit Heike Petersen und Lea Gaycken wieder neue beziehungsweise Gastspieler dabei. 

Termine und Karten unter Tel. 04343/4946440 sowie auf www.lachmoewen.de Jan Steffen (von links) und Doro Slenczek sind „Gode Geister“. Hier bitten die beiden gerade ihren Schutzengel (Ilse Hoppe) um Hilfe.

Quelle: Kieler Nachrichten

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