Laboe: Grünes Licht für die Sprottenflotte

 

LABOE. Die Gemeinde Ostseebad Laboe beschreitet neue Wege in Sachen Mobilität und Vernetzung mit den Nachbarn. Das betonte Bürgermeister Heiko Voß in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Die sprachen sich mit knapper Mehrheit für den Start der Pilotphase zum Projekt „Sprottenflotte“ aus. Wie berichtet, hatten sich die Ortspolitiker in Laboe mit dem Thema Bike-Sharing im Zuge der Mobilitätsuntersuchungen der Kiel-Region befasst. Mit acht (Grüne und SPD) zu sechs (CDU und LWG) Stimmen (zwei Vertreter enthielten sich) bekam der Bürgermeister grünes Licht, das Projekt auf den Weg zu bringen. Zum schnellstmöglichen Zeitpunkt sollen nun drei Stationen mit jeweils 15 Fahrrädern eingerichtet werden, die gemietet werden können, um Strecken von A nach B zurückzulegen, wo sie dann wieder abgegeben werden. „Das macht nur Sinn, wenn es ein Netz gibt“, betonte der Bürgermeister. Gemeinsam mit Heikendorf und Mönkeberg soll dafür jetzt die Pilotphase starten, Kosten für das erste Jahr: 20 700 Euro, im zweiten wären es 19 500 Euro. Wie der Projektleiter der Kiel-Region erläuterte, soll es nach der Pilotphase auch Lastenräder und E-Bikes über dieses Bike-Sharing-System geben. Kritiker fanden die Kosten zu hoch. Befürworter betonten, man könne aufgrund der vorgesehenen Datenerfassung jederzeit aus dem Projekt aussteigen. „Wir schauen uns das nach einem Jahr mal an“, so Marc Wenzel (Grüne). Standorte der Stationen sollen am Ehrenmal, am Hafen und am Einkaufszentrum Bullbrücke sein. Wer wenig Zeit hat, nimmt sich für 1,50 Euro am Hafen ein Fahrrad und fährt zum Ehrenmal am anderen Ende des Ortes und kann es dort stehen lassen. Auch in Kombination mit Fähre und Bus könne das Angebot genutzt werden, erklärte Voß. asc 

 

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