Das Ziel: ein neues Restaurant zur nächsten Saison

Architekt Carlos Göttsch und Eigentümer Dieter Kopplin aus Schönberg freuen sich über die Baugenehmigung für den Aukrug, ehemals El Meson Playa. Bis Ende September wird die Ruine verschwunden sein. Fotos: Astrid Schmidt

 

LABOE. Die Brandruine am Aukrug zwischen Stein und Laboe wird bis Ende September verschwunden sein. Grund: Eigentümer Dieter Kopplin aus Schönberg hält nun nach über einem Jahr die Baugenehmigung in Händen. Sein Ziel: Zur nächsten Saison soll dort ein neues Restaurant eröffnen. Es ist seit Jahrzehnten ein Kleinod für Einheimische wie Gäste: Das Ausflugsrestaurant im Aukrug, zuletzt El Meson Playa. Dieter Kopplin, Immobilienkaufmann aus Schönberg, hatte es vor einigen Jahren erworben und verpachtet. Im Juli vergangenen Jahres war es nach einem technischen Defekt im Küchenbereich abgebrannt, die Brandruine steht bis heute unverändert da. Kopplin freut sich nun über die Baugenehmigung. Mit dem Architekten Carlos Göttsch gemeinsam erläuterte er bei einem Ortstermin auf Nachfrage dieser Zeitung seine Pläne: Das Haupthaus in Richtung Laboe soll erhalten bleiben. Der gesamte Bau werde in Richtung Au etwas verkürzt, dafür habe man die Genehmigung erhalten, den Keller zu vergrößern. Dort werde man dann Lagerund Technikräume einrichten, so Göttsch. „Insgesamt werden die Räume klarer strukturiert, das Gebäude wirkt aufgeräumter“, so der Architekt. In der Vergangenheit hatten die Eigentümer immer mal wieder angebaut und erweitert. Das wichtigste Signal: Bis zur nächsten Saison soll es ein neues Restaurant geben. Rund 160 Quadratmeter fasst der Gastraum, noch einmal 180 Quadratmeter die Terrasse. Die ist das eigentliche Herzstück des Hauses. Dank der großen Glasfronten haben die Gäste den freien Blick über die Kieler Förde frei. „Wir konzentrieren uns auf die Terrasse, denn die Menschen wollen diesen Blick genießen“, erklärte Kopplin. Doch bevor es nun ans Bauen geht, wird erst einmal das Gelände geräumt, der riesige Schutthaufen abtransportiert. „Derzeit läuft eine Schädlingsbekämpfung, Anfang September beginnen wir mit der Räumung, die dauert etwa zweieinhalb Wochen“, erklärte der Architekt. Parallel dazu werde der Küstenschutz gemäß einer Auflage der Baubehörde wieder hergerichtet. Denn das Restaurant befindet sich direkt auf dem Steilhang, der nach jedem Hochwasser und nach jeder Sturmflut weiter ausgewaschen wird. Dazu wird nun die bereits vorhandene Betonwand verlängert. Zusätzlich für die Optik sollen, wie im Bestandsgebäude bereits umgesetzt, Findlinge verarbeitet werden. „Der Küstenschutz ist mir selbst auch ein Anliegen. Ich freue mich darüber, dass die Gemeinde dem Bauvorhaben letztlich nun doch zugestimmt hat und bedanke mich dafür“, sagte Kopplin. Er sehe „das große Potenzial des Ostseebades“ und wolle mit dem neuen Restaurant auch selbst einen Teil zur touristischen Attraktivität beitragen. Die einzigartige Lage mache dieses Restaurant zu einem Highlight des Ortes. Er habe auch bereits Interessenten, die das neue Restaurant als Pächter betreiben wollen, so Kopplin. Von Astrid Schmidt

 

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