Privater Kampf für Glasfaser geht weiter

Bürgermeister Heiko Voß (links) hebt das Engagement von Reimer Eickmeier für das Glasfasernetz hervor. Foto: Astrid Schmidt

 

LABOE. „Glasfaser für Laboe“ – dafür kämpft das Team um den Laboer Geschäftsmann Reimer Eickmeier. 900 Verträge waren das Ziel, 500 wurden erreicht. Folge: Die Firma TNG bleibt am Ball, geht in die Planung und alle Laboer haben weiterhin die Chance, Verträge zu Sonderkonditionen abzuschließen. Es war ein ehrgeiziges Ziel, dass sich die private Initiative in Regie des Immobilienkaufmanns Reimer Eickmeier aus Laboe da gesetzt hatte: Sie wollten mit direkter Ansprache der Laboer 900 Verträge erzielen, damit die Firma TNG flächendeckend in Laboe ein Glasfasernetz baut. Denn für das jetzt eröffnete Neubaugebiet Krützkrög übernimmt die Firma aus Kiel genau diesen Ausbau. „Man hätte dann auch weiter in den Ort hineingehen können“, meinte Eickmeier. Er hatte sich nach Bekanntwerden der Tatsache, dass Laboe aus rechtlichen Gründen nicht innerhalb des Breitbandzweckverbandes Probstei mit Glasfaser versorgt werden könne, für den Ausbau stark gemacht. Es könne nicht sein, dass ein Ort wie Laboe beim technischen Fortschritt abgehängt wird. Mit dieser Haltung holte er rund ein Dutzend Multiplikatoren mit ins Boot, die in vielen Stunden, Gesprächen und Informationsveranstaltungen für die zukunftsweisende Glasfasertechnik warben. Und auch wenn bisher von den 900 benötigten nur gut die Hälfte erreicht wurde, lassen die Akteure den Kopf nicht hängen. Denn die Firma TNG, so habe ein Gespräch vor einigen Tagen gezeigt, sei schwer beeindruckt vom Erfolg der Initiative. „Das hat man uns nicht zugetraut, zumal es erst sehr schleppend anlief. Aber in den letzten vier Wochen wurden aus zunächst 130 dann auf einen Schlag 500 Verträge“, berichtete Eickmeier. In dem Gespräch, bei dem auch Bürgermeister Heiko Voß zugegen war, habe die Firma TNG erklärt, sie bleibe am Ball und gehe jetzt in die Planung. Soll heißen: Es wird neu kalkuliert, geschaut, wo eventuell ein zusammenhängendes Gebiet in Laboe versorgt werden kann. „Die jetzt vorhandenen Verträge verteilen sich über das gesamte Laboer Ortsgebiet. Wenn jetzt jeder einen Nachbarn gewinnt, ist es geschafft“, meinte Eickmeier. Er kündigte an, dass alle Laboer jetzt weiterhin die Möglichkeit haben, Verträge zu den bekannten Sonderkonditionen abzuschließen. „Wir wollten eigentlich eine Clusterlösung vermeiden“, so Eickmeier. Fakt ist: Die Firma TNG beginnt nun mit dem Bau des Glasfasernetzes für das Neubaugebiet Krützkrög. „Wir schreiben jetzt noch einmal alle Zweitwohnungsbesitzer an“, kündigte Bürgermeister Voß an. Er werbe, ebenso wie der Pastor Daniel Kuhl, die Vereine und Verbände, bei den Laboern, das Projekt zum guten Abschluss zu bringen. „Laboe braucht das Glasfasernetz“, so Voß. Von Astrid Schmidt

 

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