Rettungsaktion für Schwimmhalle

Laboe. Zur Zukunft der Schwimmhalle Laboe wird es erneut einen Bürgerentscheid geben. Wie berichtet, waren seit Anfang Juni Unterschriften für ein zweites Bürgerbegehren gesammelt worden. Die Prüfung ergab jetzt, dass knapp 1000 Unterschriften gültig sind – mehr als doppelt so viele wie erforderlich. Exakt 968 Unterschriften sind gültig, heißt es im Schreiben der Kommunalaufsicht an Klaus Röttgering, einen der beiden Initiatoren des zweiten Bürgerbegehrens. „Wir sind sehr froh darüber, das ist ein toller Erfolg“, sagte Röttgering am Freitag. Nach der Erklärung der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens durch die Kommunalaufsicht wird sich die Gemeindevertretung nun in ihrer Sitzung am Mittwoch, 19. Juli, 19 Uhr, ausführlich mit dem Thema beschäftigen müssen. In der Sitzung muss den Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens auch Gelegenheit gegeben werden, den Antrag zu erläutern. Die Gemeindevertretung muss unter anderem einen Gemeindeabstimmungsausschuss einrichten, die Form der Bekanntmachung klären, ihren eigenen Standpunkt beschließen und den Termin des Bürgerentscheids festlegen. Dieser muss spätestens drei Monate nach der Entscheidung über die Zulässigkeit stattfinden. Favorisiert wird der 24. September, der Tag der Bundestagswahl. Nachdem die Gemeindevertretung die endgültige Schließung der Meerwasserschwimmhalle zum 1. November beschlossen hatte, hatten, wie berichtet, Klaus Röttgering und Ulrich Arp ein zweites Bürgerbegehren gestartet. Rund 40 Helfer sammelten in wenigen Wochen mehr als 1000 Unterschriften. Ziel sei, die Schwimmhalle nicht zu schließen, sondern „die Gemeinde in Zugzwang zu setzen und die Gründung eines Zweckverbandes voranzutreiben“, hatte Röttgering erklärt. „Wir wollen, dass die Bürger ernst genommen werden“, betonte er. Seit dem Bürgerentscheid 2014 für den Erhalt der Halle habe die Gemeinde nichts getan, um den Willen der Bürger umzusetzen. Stattdessen sei das Angebot sogar immer weiter reduziert worden. Die Initiatoren des zweiten Bürgerbegehrens hoffen auf einen Zweckverband, der auch von den Gutachtern als mögliche Betriebsform genannt worden war. Wenn die Halle vor einer Entscheidung über einen Zweckverband geschlossen würde, müssten auch Schulen und Vereine neue Hallenzeiten suchen. „Die Kapazitäten sind in Kiel erschöpft. Wenn das neue Hörnbad fertiggestellt ist, verlieren wir zudem die Halle in Gaarden“, hatte Ulrich Arp erklärt. chr

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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