Neue Horizonte gesucht

Alle Fraktionen sind sich einig: Perspektiven für die Zukunft von Laboe soll das Projekt Ortsentwicklung aufzeigen. Foto Ulf Dahl

 

LABOE. Mit dem Projekt Ortsentwicklung Laboe 2030 soll ein Konzept für die Zukunft der Gemeinde erarbeitet werden. Nach der Diskussion über unterschiedliche Anträge zum Thema einigten sich die Gemeindevertreter schließlich bei einer Enthaltung grundsätzlich auf den Start des Projekts. Nachdem Amtsdirektor Sönke Körber mögliche Verfahren erläutert und erklärt hatte, nach seinem Eindruck hätten offenbar alle Fraktionen letztlich das gleiche Ziel, wurde beschlossen, das Projekt Ortsentwicklung Laboe 2030 zu initiieren und die Verwaltung mit einer Ausarbeitung und einer Kostenanalyse zu beauftragen. Zuvor hatte zunächst Volkmar Heller (SPD) den SPD-Antrag vorgestellt. Dieser sah vor, dass die Gemeinde Laboe ein Projekt zur Ortsentwicklung unter weitgehender Beteiligung der Bürger im Rahmen eines offenen Prozesses initiiert. Dabei „sind unter Berücksichtigung des demografischen Wandels die Perspektiven für die soziale und kulturelle Infrastruktur des Ortes, der Bedarf für die Entwicklung der Gewerbe- und Einzelhandelsbetriebe sowie des Tourismus zu erarbeiten“. Die SPD schlägt dazu unter anderem Workshops, eine Haushaltsbefragung und eine Lenkungsgruppe vor. In Einzelbereichen seien nur dann gute Entscheidungen möglich, wenn die grundsätzliche Richtung klar sei, meinte Heller: „Wir müssen das Große und Ganze im Blick haben.“ Die LWG unterstütze den Antrag, wünschte sich aber „Leitplanken“ aufzustellen, in dem vorab Gutachten zu den Themen Tourismus und Verkehr in Auftrag gegeben werden. Das sei wichtig, damit bei der Bürgerbeteiligung „keine Erwartungen geweckt werden, die nicht zu erfüllen sind“, meinte Carsten Leonhardt (LWG). Die GAL bezeichnete beide Anträge als „hilfreich“, stellte aber selbst den Antrag, einen Ausschuss einzurichten, der Leitlinien für verbindliche Regelungen zur Bürgerbeteiligung vorschlägt. Der Antrag der LWG, die Personalunion von Bürgermeisteramt und Werkleitung aufzuheben, der bereits im Juni auf Antrag der SPD von der Tagesordnung genommen worden war, wurde erneut auf Antrag der SPD mit elf zu sieben Stimmen abgesetzt. Vor fünf Wochen hatte Inken Kuhn (SPD) die Absetzung damit begründet, dass noch Beratungsbedarf bestehe, jetzt verwies sie darauf, dass Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) nicht anwesend war. Für Hubertus Döttelbeck (CDU), der aus Laboe weggezogen ist, wurde Margret Diekötter (CDU) als neue Gemeindevertreterin verpflichtet. Zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Liegenschaften und Energie ist Jörg Erdmann (CDU) einstimmig als Nachfolger von Döttelbeck gewählt worden. Ebenso einstimmig wurde Günter Petrowski (CDU) als Nachfolger von Döttelbeck zum dritten stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Von Thomas Christiansen 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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