Kleine Forscher auf Expedition am Strand

Anna Ruppel erklärt den jungen Küstenforschern, was sie im Meer und am Strand gefunden haben

Laboe. Jan kommt aus Dortmund, dennoch kennt er sich am Meeresufer aus – schließlich macht er nicht zum ersten Mal Urlaub in Laboe. Sofort erkennt er, dass die Feder von einer Möwe stammt. Doch bei der Strand-Expedition des Küstenlabors lernt auch er noch dazu. Als das Team, das für die Sommertour „Mein mobiles Küstenlabor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Freitagmorgen seinen Stand am Rosengarten in Laboe aufgebaut hat, bleibt es zunächst allein. „Donnerstag in Timmendorfer Strand waren 190 Kinder auf Strand-Expedition“, erzählt Iris Möbius. Bei der Ansprache von Passanten kann Daniel Henkel die ersten Stoffbeutel mit Becherlupe, Kescher, einer Forschungsanleitung und einem Gewinnspiel ausgeben. Dann füllt es sich plötzlich, und Christina Kieserg kann den Kindern in einer Plastikwanne zeigen, was das Team am Morgen aus dem Meer gefischt hat: Algen, Muscheln, Krebspanzer und Müll. Der sechsjährige Jan aus Dortmund weiß, wozu Krebse einen Panzer haben: „Die schützen sich damit wie eine Schildkröte, aber die Möwen picken das auch mal auf.“ Dann ziehen Jan und neun weitere Kinder ihre gelben Westen, die sie als Küstenforscher ausweisen, an, und starten zur ersten Strand-Expedition. Mio (6) aus Laboe hat eine Muschel aus dem Wasser gekeschert und zeigt sie Anna Ruppel. Die Studentin der Geowissenschaften erklärt, dass es sich um eine Plattmuschel handelt und zeigt die Muskel am Inneren der Schale. Lukas (6) hat eine Muschel mit etwas daran gefunden und erfährt, dass es sich um Seepocken handelt. „Das sind die da außen dran?“, fragt sein Vater Christian Henkel. Die beiden sowie Bruder Jakob (4) und Mutter Julia aus Frankfurt am Main machen Urlaub in einem Ferienhaus in Schönberg und sind nur zufällig zum Küstenlabor gekommen, weil sie für ihre kleine Forschungsfahrt mit der „Sagitta“ der Meeresbiologischen Station Laboe zu früh am Hafen waren. Inzwischen ist die zweite Gruppe auf Exkursion und so geht es weiter bis zum Nachmittag. Wer das mobile Küstenlabor in Laboe verpasst hat, kann sich trotzdem kostenlos einen Stoffbeutel mit der Ausrüstung holen – zum Beispiel in der Jugendherberge Schönberg.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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