Schwarzes, gerolltes Eis mit Aktivkohle

Das gerollte schwarze Eis von Banu Dogan (23) und ihren Mitstreitern aus Hamburg war eine der ungewöhnlichen Kreationen beim ersten Laboer Ice Cream Festival

Laboe. Das erste Laboer Ice Cream Festival im Rosengarten war ein voller Erfolg. Bei sonnigem Wetter waren die eiskalten Kreationen norddeutscher Hersteller am Wochenende heiß begehrt. „Wir sind völlig überrannt worden. Damit haben wir nicht gerechnet“, erklärte Irmgard Zantopp von der Nordischen Eismanufaktur aus Heikendorf. Bereits am Sonnabend war die Menge Eis schon abverkauft, die eigentlich für das gesamte Wochenende eingeplant war. „Glücklicherweise sind wir flexibel und haben es nicht weit zu unserer Produktion. Von dort wird bereits laufend nachgeliefert.“ Besonders begehrt waren bei der Nordischen Eismanufaktur die Spaghetti-Eisbecher in verschiedenen Variationen und Eiskugeln in allen Geschmacksrichtungen. Extra für das Eis-Festival hatten die Zantopps die Sorten schwarze Erdbeere mit Baiser und Walnuss mit Brombeere durchzogen hergestellt. Auch um den mobilen Eiswagen „Rolling Ice“ von Keyben Niederstraßer (21), Banu Dogan (23) und Maxim Alexev (20) scharten sich zahlreiche Leckermäuler. Gespannt beobachteten sie, wie die Studenten aus Hamburg ihre Schnapsidee von einem gerollten Eis auf einer kalten Platte frisch zubereiteten. Die Temperatur auf der Arbeitsfläche: minus 44 Grad. Als Basis für die schwarze Kreation mit Oreo-Keksen und frischen Erdbeeren diente den jungen Eismachern neben Milch, Sahne und Zucker auch Aktivkohle. „Das ist eigentlich ein Heilmittel und hilft bei Verdauungsbeschwerden“, erklärte Banu Dogan. Und: „Unser Eis schmeckt wesentlich besser, weil es ganz frisch zubereitet wird“, so Maxim Alexev. Der Live Act war den jungen Studenten im Rosengarten besonders wichtig: Er ist ein wichtiger Bestandteil ihres innovativen Eis-Konzeptes, das sie bisher als Hobby in der Hansestadt betreiben. Weitere Eismacher priesen ihre ungewöhnlichen Kreationen wie Snow Ice, Milk made Ice Cream, Slush Ice oder eine Eis-Zauberei aus „365+“-Sorten an, zu denen unter anderem Geschmacksrichtungen wie Basilikum, Möhren oder Lakritz gehörten. Wer von den süßen Sünden naschen wollte, brauchte viel Geduld: Mitunter warteten die Besucher des Ice Cream Festivals eine knappe halbe Stunde in der Schlange auf ihr Eis.

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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