Aussteller stehen Schlange

Das Team des Fördervereins mit (v.li.) Astrid Krömer, Gabriela Lübeck, Christa Heller, Kerstin Meyer, und Karin Nickenig spricht von einer Erfolgsgeschichte des Freya-Frahm-Hauses. Foto: Thomas Christiansen

Als einen „kulturellen Leuchtturm für Laboe“ sieht Gabriela Lübeck vom Vorstand des Fördervereins das Freya-Frahm-Haus. Das immer besser besuchte Veranstaltungsprogramm soll mit Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten fortgesetzt werden. Derzeit wird die Schau Laboe kreativ vorbereitet. Vor sechs Jahren hatte die Laboerin Freya Frahm der Gemeinde ihr Haus und Grundstück an der Strandstraße vermacht. Die Erblasserin wollte, dass die Gemeinde mit ihrem Vermögen das Haus saniert und als Begegnungsstätte für Kultur, Wissensvermittlung und Brauchtumspflege weiterführt. Wie berichtet, fiel nach langer Diskussion die Entscheidung für eine Sanierung. Die ist nach Einschätzung des Fördervereins „mehr als geglückt“. Das Haus wird nun seit gut drei Jahren genutzt. Der 2013 gegründete ehrenamtliche Förderverein, mit dem die Gemeinde einen Kooperationsvertrag zur Nutzung und Verwaltung des Gebäudes geschlossen hatte, spricht von einer „Erfolgsgeschichte“. Im Freya-Frahm-Haus gibt es nicht nur Ausstellungen, sondern auch Literatur- und Musikveranstaltungen, Vorträge und ein Flüchtlingscafé sowie in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, der Grundschule und dem Jugendzentrum Kulturprogramme für Kinder und Jugendliche. Anfragen für Ausstellungen gibt es derzeit bereits bis Ende 2019. Im vergangenen Jahr wurden rund 5000 Besucher gezählt, in diesem Jahr bislang bereits fast 7000. Besonders geschätzt wird nach den Erfahrungen des Fördervereins, der mittlerweile 65 Mitglieder hat, dass die Künstler sehr oft vor Ort sind. „Hier sind Begegnungen mit den Künstlern möglich“, betont Christa Heller. „Die Schwellenangst ist hier niedriger als bei einer Galerie“, meint Karin Nickenig. Besucher würden oft erzählen, dass sie gezielt nach Laboe kommen, um das Freya-Frahm-Haus zu besuchen, und danach bleiben, um am Strand zu spazieren oder in Restaurants zu gehen. Andererseits würden Laboer Besucher oft Kunstschaffende in anderen Orten ermuntern, sich für eine Ausstellung zu bewerben.  Für die Zeit vom 18. November bis zum 29. Dezember wird die Ausstellung Laboe kreativ vorbereitet. Dazu kann jeder Laboer seine Bilder, Skulpturen, Texte oder Musikbeiträge abgeben. Die maximal zwei Kunstwerke pro Person können im Freya-Frahm-Haus am 10. und 11. November jeweils von 14 bis 18 Uhr abgegeben werden. „Auf die Ausstellung sind wir sehr gespannt, die wird sehr bunt werden“, sagt Lübeck. Geplant sind auch Vorträge in Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft. Am 6. Oktober wird es um Mord im Apfelbaum gehen, am 29. November um Doping nicht nur für die Haare . Weitere Vorträge sollen folgen. Für 2018 sind eine Ehrenamtsmesse und eine Party am 21. August, an dem Freya Frahm 100 Jahre alt geworden wäre, geplant.   

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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