Voller Einsatz für die Schwimmhalle

Auch sie halfen bei der Aktion: (von links) Lene, Zöe Stella , Annabelle, Henry, Maria, Siegfried, Lasse und Romy Foto: Ute Winkler/TVL

An diesem Sonntag können rund 4300 wahlberechtigte Laboer erneut über die Zukunft der Meerwasserschwimmhalle abstimmen. Das Ergebnis wird Amtsdirektor Sönke Körber am späten Abend im Rathaus verkünden. Beim Bürgerentscheid 2014 hatten 1490 Bürger (60,2 Prozent) für den Weiterbetrieb der Halle gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,5 Prozent. Die Mehrheit der Gemeindevertretung hatte aber nun in diesem Jahr die Schließung zum 31. Oktober beschlossen. Für einen erneuten Bürgerentscheid zum Erhalt der Halle waren mehr als 1000 Unterschriften gesammelt worden. Wahlleiter Stefan Gerlach wies darauf hin, dass der Bürgerentscheid erst nach der Bundestagswahl ausgezählt werden kann. Kurz vor dem Bürgerentscheid meldeten sich erneut Befürworter und Gegner zu Wort. Die Schwimmsparte des TV Laboe warb mit einer besonderen Aktion für die Halle. 159 Mitglieder und damit rund die Hälfte der Schwimmsparte zogen ihre Bahnen und sammelten 163 425 Meter, die symbolisch an die Gemeinde für den Weiterbetrieb der Halle überreicht werden.  Spontan unterstützt wurde die Aktion auch von der DLRG Schönberg, die darauf hinwies, dass sie ihre Schwimmausbildung bei einer Schließung nicht fortsetzen könnte. Derzeit werden von der DLRG dienstags 35 Kinder zu Schwimmern ausgebildet. Alternativen seien nicht vorhanden, da Plön zu weit weg, das neue Bad in Kiel noch nicht eröffnet und in Preetz die Halle im geeigneten Zeitfenster belegt sei, sagt die DLRG. Die Laboer Wählergemeinschaft (LWG) startete kurz vor dem Entscheid eine Kampagne mit Plakaten, auf denen es heißt, nur ein „Nein“ würde den Weg für eine neue Halle in der Region freimachen. „Wenn der Bürgerentscheid positiv entschieden wird, ist der Druck auf die Umlandgemeinden weg“, meint der LWG-Fraktionsvorsitzende Carsten Leonhardt. 

Quelle: Kieler Nachrichten

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