Knappe Mehrheit: Laboer wollen ihre Schwimmhalle behalten

 

LABOE. Die Gemeinde Laboe muss die Schwimmhalle weiter geöffnet halten. Eine knappe Mehrheit sprach sich gestern beim Bürgerentscheid für die Aufhebung des Beschlusses der Gemeindevertretung aus. Für den Erhalt der Halle stimmten 52,8 Prozent. Drei Jahre nach dem ersten Bürgerentscheid zum Erhalt der Meerwasserschwimmhalle waren die Laboer erneut aufgerufen, über die Zukunft der Halle abzustimmen. 2014 hatten 1490 Bürger (60,2 Prozent) für den Erhalt gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag vor drei Jahren bei 57,5 Prozent. In diesem Jahr beschloss nun aber eine Mehrheit der Gemeindevertreter die Schließung der Halle zum 31. Oktober. Für einen neuen Bürgerentscheid hatten die Initiatoren mehr als 1000 Unterschriften gesammelt. Wahlberechtigt waren gestern rund 4300 Laboer. Die Wahlbeteiligung lag dieses Mal bei 73,3 Prozent. Erfolgreich war auch die Bürgerinitiative zum Erhalt des Festplatzes in Bordesholm. 50,7 Prozent der Wähler stimmten dafür, dass der Veranstaltungsplatz an der Landesstraße 318 nicht bebaut werden soll. Für ein Neubaugebiet stimmten 49,3 Prozent. 6439 Wahlberechtigte waren zur Abstimmung parallel zur Bundestagswahl aufgerufen worden. Die Beteiligung lag bei 74 Prozent. 2375 stimmten mit für den Erhalt der sechs Hektar großen Flächen als Rückzugsort für Naherholung. 2308 Wähler wollten eine Bebauung. Die Gemeinde ist jetzt zwei Jahre an dieses Ergebnis gebunden. Riesenjubel bei den Initiatoren des Bürgerentscheids in Henstedt-Ulzburg: Mit einer deutlichen Mehrheit von 65,7 Prozent haben die Einwohner für einen Eigenbetrieb als zukünftige Betriebsform der zehn gemeindlichen Kindergärten entschieden. Eine Elterninitiative hatte – offen unterstützt von der Verwaltung und einem kleinen Teil der Politik – den Bürgerentscheid angestrengt, um eine mehrheitliche Entscheidung der Kommunalpolitiker für eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) zu kippen. „Wir sind absolut glücklich, das Ergebnis spricht in der Höhe für sich“, sagte Patrizia Giuffrida von der Bürgerinitiative Pro Eigenbetrieb. Von den 22979 stimmberechtigten Henstedt-Ulzburgern gaben 11072 ihr Votum ab. In Bad Segeberg war der Bürgerentscheid zur künftigen Bebauung am Nelkenweg eine mehr als klare Angelegenheit. Den Initiatoren der Abstimmung, den drei Anwohnern Luzian Roth, Karsten Wilkening sowie Gunther von Tluck und Toschonowitz ist es offensichtlich gelungen, die Bevölkerung von ihrem Anliegen zu überzeugen. Satte 71,7 Prozent der Wähler stimmten gestern für „Ja“ – und damit gegen den von einem Investor angestrebten Bau mehrerer Blocks mit einhundert neuen Wohnungen. Nur 28,3 Prozent wollten ihm das ermöglichen. Von den 14549 Wahlberechtigten nahmen allerdings nur 38,7 Prozent die Möglichkeit wahr, in dieser Frage mit zu entscheiden. Zumindest in den kommenden zwei Jahren, so lange gilt die rechtliche Bindungsfrist des Bürgerentscheids, dürften auf der dortigen Freifläche – wie von den Anwohnern gefordert – ausschließlich Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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