Laboes Veranstaltungen hoch im Kurs

Die Compania Estropicio Praxis aus Spanien trat in diesem Jahr bei der Künstlermole Laboe auf. Foto Thomas Christiansen

 

LABOE. Das Veranstaltungsprogramm in Laboe hat sich nach Einschätzung des Werkausschusses klar verbessert. Sorgen um zu wenig Platz 2018 wegen des Baus der Skateranlage hält Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst für unbegründet. Der Geologe Klaus Schwarzer erklärte, warum Laboe nicht unter Sandmangel leidet. Mordhorst hatte in der Sitzung Teile des Berichts von Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann vorgetragen, dessen Arbeit ausdrücklich gelobt wurde. Bewährte Veranstaltungen wie Kunsthandwerkermarkt, Weinfest und Künstlermole, aber auch neue wie zum Beispiel das Sommerdeck, das Ice Cream Festival oder das Wanderkino im Kurpark waren sehr gut besucht. Trotz des Baus der geplanten Skateranlage im Rosengarten sieht Mordhorst keine Platzprobleme für das nächste Jahr, weil nur ein Teil der Fläche durch die Bauarbeiten beeinträchtigt werde und auf der übrigen Fläche ausreichend Platz bleibe. Um die Qualität des Programms noch weiter verbessern zu können, werde eine Erhöhung des Veranstaltungsbudgets überlegt. Angeregt wurde im Ausschuss eine Befragung, die Idee fand aber keine allgemeine Zustimmung. Über die „geomorphologischen und sedimentologischen Veränderungen an der Küste Laboes“ sprach der Geowissenschaftler Klaus Schwarzer von der Universität Kiel im Ausschuss. Die Ansammlung des Sandes östlich der Mole vor dem Ehrenmal sei nicht allein durch die Mole bedingt, betonte Schwarzer – sie habe bereits vor dem Bau der Mole eingesetzt. Verloren gehe Sand aber immer wieder im Bereich der Kontaktstelle zwischen Steilufer und Niederung. „Laboe leidet nicht unter Sandmangel. Es gibt leider nur Stellen, wo kein Sand hinkommt beziehungsweise immer wieder die Lee-Erosion greift“, sagte Schwarzer. Hier müsse man überlegen, wie man längerfristig und kostengünstig den Strand breiter machen kann. Viel neues Sediment komme mittlerweile dicht an der Hafeneinfahrt an. Vielleicht ließe sich hier etwas kombinieren, meinte Schwarzer. „Wir werden das nicht verhindern können, das läuft einfach so“, meinte der Ausschussvorsitzende Marc Wenzel zu dem von Schwarzer geschilderten natürlichen Wanderprozess des Sandes an der Küste von Laboe. Zu prüfen sei die Empfehlung, den Sand umzulagern. „Wir brauchen keinen fremden Sand“, betonte Wenzel. Von Thomas Christiansen

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück