Brodersdorf ist mit im Boot

Während die Schwimmhalle Laboe nach dem Bürgerentscheid noch zwei Jahre in Betrieb bleibt, wird jetzt verstärkt nach einer neuen Lösung für die künftige Schwimmhallenversorgung der Region gesucht. Foto Ulf Dahl/Archiv

 

BRODERSDORF. Das Verfahren zum Erhalt der Schwimmmöglichkeiten in der Probstei kommt allmählich in Gang. Nach Stein hat jetzt auch Brodersdorf seine Bereitschaft zur Beteiligung beschlossen. Mit Laboe sind damit immerhin schon drei Gemeinden „im Boot“. Wie berichtet hatten die beiden Ämter Probstei und Schrevenborn den Gemeinden eine „Entscheidungshilfe“ zu einer möglichen Schwimmhallenversorgung in der Region vorgelegt. Wenn zumindest die großen Gemeinden einen Grundsatzbeschluss fassen würden, könnten die Verwaltungen einen Zweckverband als Träger einer Schwimmhalle vorbereiten, hatte der Probsteier Amtsdirektor Sönke Körber nach dem Bürgermeistertreffen gesagt, zu dem er mit seinem Schrevenborner Amtskollegen Ulrich Hehenkamp auch sechs weitere Gemeinden nach Heikendorf eingeladen hatte, die Mitglieder in den Schulverbänden sind. In den großen Gemeinden sind noch keine Beschlüsse gefasst worden, aber nachdem, wie berichtet, Stein dies getan hat, folgte nun am Montagabend Brodersdorf. Laboe hatte schon im März seine Bereitschaft beschlossen. „Ich halte es für sinnvoll, dass auch wir als kleine Gemeinde uns beteiligen und dieses Signal an die anderen geben. Wir müssen sichern, dass unsere Kinder schwimmen lernen können“, sagte die Brodersdorfer Bürgermeisterin Heike Mews. Der dicke Aktenordner, den die Ämter erstellt hatten, enthält unter anderem das im Februar vorgelegte Gutachten und dessen Auswertung sowie Tabellen zum finanziellen Anteil der Gemeinden nach Kriterien wie Einwohnerzahl oder Steuerkraft. Für Brodersdorf würde das etwa 5000 bis 6000 Euro pro Jahr bedeuten, erklärte Mews. Nach kurzer Diskussion beschloss die Gemeindevertretung, dem Beispiel Steins weitgehend zu folgen. Dort war beschlossen worden, „an der weiteren Arbeit mitwirken zu wollen“. Stein will sich an den Planungskosten beteiligen, wenn mindestens 70 Prozent der Gemeinden dies ebenfalls unterstützen. Anders als in Stein wurde in Brodersdorf aber auf den Hinweis auf einen Zweckverband als Lösung verzichtet. „Ich würde gern ein Zeichen setzen, möchte aber nicht, dass wir uns auf einen Zweckverband einengen“, meinte Ferdinand Mülder von Guerard. Er verwies auf das ebenfalls diskutierte Modell, den Kreis Plön einzubinden. „Ich freue mich über jede Gemeinde, die einen positiven Beschluss fasst“, sagt der Probsteier Amtsdirektor Sönke Körber. Auch mit Brodersdorf seien das aber jetzt noch zu wenige, um zu einer nächsten Runde zum weiteren Vorgehen einzuladen. Er hofft, dass alle Gemeinden noch vor Jahresende eine Entscheidung treffen, auch wenn es ein „Nein“ sein sollte. Von Thomas Christiansen 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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