Laboe steuert Gehwegsanierung an

Ein Schwerpunkt im Laboer Haushalt 2018 ist die Rad- und Gehwegsanierung im Brodersdorfer Weg

Laboe. Der Laboer Haushalt 2018 kann ausgeglichen werden, ist aber auf Kante genäht. Diese Botschaft hatte Amtsdirektor Sönke Körber in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses im Gepäck. Die Gemeinde könne zwar im nächsten Jahr auf rund 103 000 Euro mehr Einnahmen verweisen, habe aber auch steigende Ausgaben zu kompensieren. Einer der größten Brocken sei die Geh- und Radwegsanierung im Brodersdorfer Weg. Auch die Entwässerung im Oberdorf gehört zu den finanziellen Herausforderungen, die die Gemeinde zu stemmen hat. Ein Grund dafür, dass der Haushalt 2018 zunächst nur als Eckpunkte-Papier und grundsätzlich beraten werden konnte, ist der fehlende Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes. Der ist Bestandteil des Zahlenwerkes und sei in Vorbereitung, kündigte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst an. Unter anderem stünden der Finanzbedarf für die Schwimmhalle und die Abschlussrechnungen der Kitas noch aus, die Zahlen lägen noch nicht endgültig vor. Thema war auch die Kooperationsvereinbarung Kieler Förde-Region zwischen der Landeshauptstadt Kiel und dem Umland. Basis ist der bereits 2011 geschlossene Rahmenplan Kieler Förde. Aktuell hätten bereits 32 der insgesamt 75 Gemeinden rund um Kiel von Schellhorn bis Gettorf der Vereinbarung zugestimmt, informierte der Amtsdirektor. Kritik gab es vonseiten der CDU-Fraktion. „Wir können ja gern miteinander reden, aber warum muss es denn etwas kosten“, fragte Jörg Erdmann. Er sei nicht bereit, zehn Cent pro Einwohner dafür zu zahlen. Beide CDU-Vertreter im Ausschuss enthielten sich bei der Abstimmung, alle anderen Ausschussmitglieder stimmten der Vereinbarung zu. Eine kontroverse Diskussion löste die Frage aus, zu welchen Bedingungen die Gemeinde ihren Toilettenwagen an die örtlichen Vereine und Verbände abgeben sollte. Für die LWG meinte Annette Kleinfeld, die Gemeinde sollte das Ehrenamt fördern und nicht noch Geld von ihm verlangen. „Die Vereine organisieren ehrenamtlich ein Angebot für die Gemeinde und dafür müssen sie noch Geld bezahlen“, kritisierte sie den Vorschlag, einen Unkostenbeitrag von 160 Euro zu erheben. SPD-Vertreter Dieter Rauschenbach bezeichnete die Diskussion als „unwürdig“ und Margrit Wunderlich (Grüne) wollte zusätzlich noch eine Abnutzungspauschale erheben. Beschlossen wurde letztlich eine Unkostenpauschale von 160 Euro für Vereine und Verbände, Parteien eingeschlossen.

Quelle: Kieler Nachrichten

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